Ärzte Zeitung, 29.05.2013

Transplantation

Eppendorfer Klinikum strukturiert um

HAMBURG. Eines der größten deutschen Transplantationszentren stellt sich neu auf. Mit Gründung des "Universitären Transplantations-Centrums" am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) streben die Hamburger optimierte Patientensicherheit, transparente Abläufe, standardisierte Diagnose- und Behandlungsabläufe und intensivere Kooperation aller Fachgebiete unter einem organisatorischen Dach an.

Im neuen "Centrum" werden künftig alle Patienten behandelt, die eine neue Niere, Leber, Herz, Lunge oder Bauspeicheldrüse benötigen. Die Einrichtung ist im Neuen Klinikum des UKE sowie im Universitären Herzzentrum angesiedelt.

"Nicht das betroffene Organ ist entscheidend für die Therapie des Patienten, sondern die Art der Erkrankung und die sich daraus ergebende Behandlung. Die neue Struktur steht damit für eine Ausrichtung der Medizin nach funktionalen Zusammenhängen", erklärte UKE-Vorstandschef Professor Martin Zeitz anlässlich der Gründung. Ärztlicher Leiter des Zentrums ist  Herzspezialist Professor Hermann Reichenspurner.

Dokumentationsqualität und Transparenz der UKE-Transplantationsmedizin waren im vergangenen Jahr von der Prüfungs- und Überwachungskommission als vorbildlich für Deutschland bezeichnet worden.

2012 wurden im UKE unter anderem 78 Nieren, 72 Lebern , zwölf Herzen, acht Lungen und zwei Bauchspeicheldrüsen verpflanzt. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

„Opioide niemals als Add-on-Therapie!“

Für die Dauertherapie bei mittleren bis starken Schmerzen gibt es keine verträglicheren Analgetika als retardierte Opioide, betont Schmerzmediziner Norbert Schürmann. Daneben kritisiert der Schmerzexperte die Fixiertheit auf Morphin. mehr »