Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Referentenntwurf

Der Preis für gute Pflege

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Es ist in diesen Tagen nicht ganz so einfach, den Überblick zu behalten. Nein, daran ist ausnahmsweise nicht das Turnier der Weltkicker in Russland Schuld. Es ist die immer noch bizarre Situation innerhalb der Union um die Asylpolitik, die den Blick auf die anderen politischen Themen verstellt.

Beispiel Gesundheitspolitik: Der Referentenentwurf für ein Pflegepersonal-Stärkungsgesetz liegt auf dem Tisch. Die Eckpunkte sind seit Wochen bekannt, doch das Ausgabentableau offenbart sich erst jetzt. Etwa 4,5 Milliarden Euro für die GKV und knapp 800 Millionen Euro für die Pflegekassen. Das ist ein Pfund, das bis 2021 zu stemmen sein wird. Dass die Krankenkassen angesichts dieser Quersubventionierung "not amused" sind, ist verständlich.

Dennoch hat Gesundheitsminister Spahn recht, wenn er die komfortablen Überschüsse in der GKV ins Gespräch bringt. Zwar verweisen die Kassen immer wieder auf schlechte Zeiten. Fakt ist allerdings: Die aktuellen Zahlen aus dem ersten Quartal weisen ein Rekord-Rücklagenpolster aus. Bei 30 Milliarden Euro wirken 4,4 Milliarden Euro über drei Jahre gestreckt eher überschaubar. Immer klarer wird: Das ist der Preis, der für eine bessere Pflege gezahlt werden muss. Da passt auch die aktuelle Diskussion um Personaluntergrenzen gut ins Bild.

Lesen Sie dazu auch: Gesetzentwurf vorgelegt: An Spahns Pflegepaket scheiden sich die Geister

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Pressekonferenz in der BPK

Bundeskanzler Friedrich Merz: „Ich bin ein lernfähiges System“

Soziale Pflegeversicherung

Heimpflege: Eigenanteile klettern weiter kräftig nach oben

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Lesetipps
Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Eine Frau sitzt im bett und hustet.

© Sonja Monstein / stock.adobe.com

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte