Direkt zum Inhaltsbereich

Geldanlage

Potenzial bei Aktien wird zu wenig genutzt

Nur jeder siebte Bürger über 14 Jahre in Deutschland hat Aktien im Besitz, so eine Studie des Deutschen Aktieninstituts. Dabei sind die mit Aktien erzielbaren Renditen langfristig sehr hoch.

Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds ist im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil geblieben. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zu den Aktionärszahlen hervor. Im Jahresdurchschnitt 2016 lag sie demnach bei knapp neun Millionen und damit auf demselben Stand wie 2015. Das ist jeder siebte Bürger im Alter über 14 Jahre.

"Die Kursturbulenzen der ersten Jahreshälfte haben die Aktienbesitzer nicht nachhaltig eingeschüchtert", kommentiert Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des DAI, die Zahlen. "Das ist ein erfreuliches Zeichen für die Aktienkultur in Deutschland."

Die Entwicklungen im ersten und zweiten Halbjahr 2016 waren laut DAI unterschiedlich. Während es im ersten Halbjahr im Schnitt gut 8,5 Millionen Aktionäre und Aktienfondsanleger gab, waren es im zweiten Halbjahr rund 9,4 Millionen – der höchste Stand auf Halbjahresbasis seit dem ersten Halbjahr 2012. "Wir freuen uns auch, dass erneut mehr jüngere Anleger in Aktien und Aktienfonds investieren und damit die Chancen der Aktienanlage nutzen", hebt Bortenlänger eine weitere Entwicklung hervor. Bereits im zweiten Jahr in Folge gibt es bei der Zahl der Aktienbesitzer im Alter unter 40 Jahren eine Zunahme – dieses Mal um 87.000, so das DAI.

Dennoch sei die Aktionärsquote von gerade einmal 14 Prozent viel zu niedrig und liege weiter deutlich unter den bisherigen Höchstständen. "Nur mit Aktien und Aktienfonds werden wir es schaffen, die Schwächen der staatlichen Rente zu kompensieren", betont Bortenlänger und verweist auf eine Berechnung des DAI. Wer in der Vergangenheit 30 Jahre lang monatlich einen Sparbetrag von 50 Euro in Aktien investiert hat, konnte damit im Durchschnitt eine Zusatzrente von 870 Euro im Monat erzielen, die 20 Jahre lang gezahlt wird. Das entspricht einer Rendite auf das eingesetzte Geld von 9,6 Prozent pro Jahr. (maw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Warum das Altersvorsorgedepot ein Quantensprung ist

Depots resilienter aufstellen

Aktienmarkt: Breite Streuung gegen gestörte Lieferketten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Alle Diabetes-Patienten gegen Herpes zoster impfen?

Euglykämische diabetische Ketoazidose

Kasuistik: Seltene Nebenwirkung unter SGLT2-Hemmern

Lesetipps
Illustration eines molekularen Modells von Messenger RNA.

© Dr_Microbe / Getty Images / iStock

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

Ein Mann niest und putzt sich die Nase.

© Dragana Gordic / stock.adobe.com

Kasuistik

Plötzliche Niesanfälle bringen Mann in Lebensgefahr

Auch 2024 war die Sterblichkeit durch Herzerkrankungen in Deutschland insgesamt erneut leicht rückläufig

© Rosi / stock.adobe.com / Generated with AI

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin