128. Deutscher Ärztetag

BÄK-Präsident Reinhardt fordert Gesundheitsgipfel im Kanzleramt

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Mainz. Die Bundesärztekammer hat in Analogie zu ähnlichen Spitzengesprächen einen Gesundheitsgipfel im Bundeskanzleramt gefordert.

„Die Herausforderungen einer Gesellschaft des langen Lebens sind zu komplex, als dass diese von nur einem Ministerium bewältigt werden könnten“, sagte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt am Dienstagvormittag bei der Eröffnung des 128. Deutschen Ärztetags in Mainz. „Wir brauchen einen ressortübergreifenden Ansatz, wir brauchen einen Gesundheitsgipfel im Kanzleramt.“

Es sei für ihn „völlig unverständlich“, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zwar Autogipfel oder Chemiegipfel abhalte, aber keinen Gipfel für Gesundheit. „Gesundheitsversorgung scheint über viele Regierungen hinweg im Kanzleramt als Anti-Agenda-Thema disqualifiziert zu sein“, monierte Reinhardt in Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch (beide SPD) und anderen Gesundheitspolitikern.

Reinhardt beklagte: „Man kann nicht über die Zeitenwende reden und dann nicht die Zeichen der Zeit verstehen.“ An Lauterbach appellierte er: „Nehmen Sie unsere Forderung nach einem Gesundheitsgipfel mit in das Kanzleramt und insistieren Sie!“

Mitte März hatte die Bundesregierung einen sogenannten „ExpertInnenrat Gesundheit und Resilienz“ eingerichtet, eine Nachfolge des Corona-Expertenrats. Ärztliche Verbände und medizinische Fachgesellschaften hatten die Zusammensetzung des Rats in der Folge kritisiert. (nös)

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