Ärztinnen wollen an Schulen über HPV-Impfung aufklären

DÜSSELDORF (iss). In einer Mädchensprechstunde wollen Ärztinnen an Kölner Schulen demnächst über die Impfung gegen humane Papillom-Viren (HPV) informieren.

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Mit dem Modellprojekt will die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen herausfinden, ob der Unterricht ein geeigneter Weg ist, die neue Möglichkeit der Krebsprävention breit bekannt zu machen.

Das Projekt soll mit Beginn des nächsten Schuljahres starten, sagte Dr. Margret Schrader, Geschäftsführerin der Gesellschaft. "Die Ärztinnen werden in die siebten Klassen gehen."

Da man für die Teilnahme der Mädchen die Einwilligung der Eltern benötige, gehe es auch darum, Konzepte für die Einbindung und die Motivation der Erziehungsberechtigten zu entwickeln. Die Ärztinnen haben bereits Erfahrungen mit dem Gesundheitsunterricht an Schulen, beispielsweise im Bereich der Sexualaufklärung.

Die Krebsgesellschaft kooperiert mit dem Kölner Gesundheitsamt, das den Impfstoff zur Verfügung stellen wird und klären kann, wie viele Mädchen das Angebot nutzen und alle drei Impfungen machen lassen. Das Impfen selbst könne auch über niedergelassene Ärzte laufen, sagte der Präsident der NRW-Krebsgesellschaft Professor Hans Georg Bender.

"Es geht darum, dem Thema HPV-Impfung Normalität zu verleihen und es an eine möglichst große Zahl von Frauen heranzutragen", sagte Bender im Vorfeld der 2. Offenen Krebskonferenz am 24. und 25. Februar in Düsseldorf. Die HPV-Impfung wird dort ein Thema sein.

Über das Projekt und weitere Modellversuche können Strukturen für die Implementierung der neuen Impfung in die Versorgungsstrukturen entwickelt werden, hofft Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. Gerade die Altersgruppe, die von den Ärztinnen in den Schulen besucht wird, sei für das Gesundheitswesen sehr schwer zu erreichen, sagte Bruns. "Bei sensiblen Themen wie den sexuell übertragbaren Krankheiten ist es schwierig, den optimalen Zeitpunkt für die Information zu finden."

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