Kopfschmerzen

"Bei Triptan-Therapien gilt: Einmal ist keinmal!"

FRANKFURT AM MAIN (ner). Einmal ist keinmal - das gilt auf jeden Fall für die Migräne-Therapie mit Triptanen. Welche Parameter für einer Triptan-Therapie wichtig sind, hat Dr. Astrid Gendolla aus Essen, selbst Migränepatientin, beim Schmerzkongreß in Frankfurt am Main zusammengefaßt.

Veröffentlicht: 11.04.2006, 08:00 Uhr

Klinische Parameter für die Leistung eines Triptans sind nach Gendollas Angaben

  • die Geschwindigkeit des Wirkeintritts bei der Migräneattacke,
  • die Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit innerhalb von zwei Stunden,
  • die anhaltende Schmerzbefreiung,
  • die Verläßlichkeit der Wirkung,
  • die Lebensqualität und Wiederherstellung der Funktion im Alltag.

In mehreren Studien und Metaanalysen habe sich Rizatriptan (Maxalt®) im Vergleich zu anderen Triptanen als überlegen gezeigt, sagte Gendolla bei einem vom Unternehmen MSD unterstützten Symposium. So sei die schmerzlindernde Wirkung in einer US-Überkreuz-Studie mit 600 Patienten, die fünf verschiedene Triptane eingenommen hatten, mit der Rizatriptan-Schmelztablette signifikant schneller eingetreten als bei Vergleichspräparaten.

Bei knapp 70 Prozent der Patienten sind mit diesem Präparat binnen zwei Stunden die Schmerzen gelindert worden, 40 Prozent wurden schmerzfrei, hatte eine Metaanalyse ergeben (Curr Med Res Opin 20, 2004, 659). Dies sei mehr als bei den anderen Triptanen. Bei jedem vierten Patienten werde eine anhaltende Schmerzlinderung (zwei bis 24 Stunden) erreicht. Diese Daten bestätigten eine Analyse von 53 Studien mit mehr als 24000 Migräne-Patienten.

Prinzipiell gelte bei der Beurteilung eines Triptans die Regel: Einmal ist keinmal! Bei Migräneattacken sollte mindestens dreimal mit einem Präparat behandelt werden, bevor ein Präparatewechsel in Betracht gezogen wird, empfahl Gendolla.

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