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Murines Fleckfieber

Ein seltenes Reise-Mitbringsel

Eine 51-jährige aus Deutschland hatte sich im September auf Kreta mit Rickettsia mooseri infiziert. Gegen die Infektion helfen Antibiotika.

Von Dr. Silke Engels und Privatdozent Tomas Jelinek Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. Murines Fleckfieber ist weltweit verbreitet, gehört jedoch zu den seltenen Erkrankungen. Alle in Deutschland registrierten Fälle betrafen Reiserückkehrer. Vermutlich wird die Krankheit aufgrund des geringen Bekanntheitsgrads aber nicht immer diagnostiziert.

Der Erreger des murinen Fleckfiebers, Rickettsia mooseri (früher: typhimurium), wird von Ratten- und Mäuseflöhen übertragen. Eine Infektion kann ebenso durch den in die Haut eingekratzten Kot von Ratten beziehungsweise Mäusen oder, in seltenen Fällen, durch Aerosol erfolgen.

Die dokumentierten Krankheitsfälle haben Reisende importiert aus dem östlichen Mittelmeerraum, dem griechischen Festland und den griechischen Inseln sowie aus Frankreich, Skandinavien und Nepal.

Zuletzt wurde die Erkrankung bei einer 51-jährigen Frau festgestellt, die im September 2012 einen Urlaub auf Kreta verbracht hatte. Endemische Gebiete sind vor allem Ägypten, Äthiopien, Pakistan, Burma, Thailand, Vietnam, Südchina, Indonesien und der Nordosten Australiens (Queensland).

Zu den klinischen Symptomen des murinen Fleckfiebers gehören anhaltendes, hohes Fieber, stammbetontes Exanthem, Myalgien, Arthralgien, Erhöhung der Transaminasen und Thrombozytopenie.

Bei Auftreten der genannten Symptome und einer entsprechenden Reisehistorie ist murines Fleckfieber eine wichtige Differenzialdiagnose. Der labordiagnostische Nachweis erfolgt serologisch über einen erhöhten Antikörpertiter gegen Rickettsien oder über die PCR- Nachweisreaktion des Citratsynthase-Gens (gltA) in Blut- oder Knochenmarkproben.

Letztere hatte allerdings im Fall der aus Kreta zurückgekehrten Urlauberin ein falsch negatives Ergebnis gezeigt.

Die Therapie mit einem Antibiotikum, zum Beispiel mit Tetrazyklin, führt in der Regel zu einer raschen Genesung.

Weitere Informationen zur Reisemedizin unter: www.crm.de

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