Direkt zum Inhaltsbereich

Reisemedizin

Erster Mensch mit Vogelgrippe H7N4 infiziert

Von einer Pneumonie-Patientin in China wurde erstmals das Vogelgrippevirus H7N4 isoliert.

Von Dr. Sandra Vergin und Professor Tomas Jelinek Veröffentlicht:

Mitte Februar hat die WHO aus China erstmals eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus Influenza A (H7N4) gemeldet.

Betroffen war eine 68-jährige Frau mit vorbestehenden Grunderkrankungen, die wegen einer schweren Pneumonie stationär behandelt wurde. Sie hat mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen. Die Frau hatte zuvor Kontakt zu Geflügel gehabt.

Vogelgrippe wird von Virussubtypen der Influenza A hervorgerufen. Primäre Erregerwirte sind Wasservögel, aber auch Nutzgeflügel kann betroffen sein. Das Erkrankungs-Spektrum bei den Tieren reicht von inapparenten Infektionen, milden Erkrankungen bis hin zu tödlichen Verläufen.

Menschen erkranken nur sehr selten, allerdings werden vor allem aus Ägypten, China, Indonesien, Kambodscha und Vietnam Infektionen mit einzelnen Subtypen sporadisch gemeldet, etwa mit H5N1, H7N9 oder H9N2. Betroffene haben sich dabei über infiziertes Geflügel oder auch deren Federn oder Ausscheidungen infiziert.

Risikogebiete meiden!

Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht etabliert. Auch beim Menschen variieren die Symptome von einer milden Erkrankung der oberen Atemwege über eine schwere Pneumonie und Atemnot bis hin zu einem Schock oder auch zum Tod. Generell verlaufen Infektionen mit A(H5N1) und A(H7N9) aggressiver als zum Beispiel mit A(H7N7) oder A(H9N2).

Zur Vorbeugung einer Vogelgrippe sollte in Risikogebieten der Kontakt mit Geflügel sowie einer kontaminierten Umgebung vermieden werden.

Ebenso sollte auf eine gute persönliche Hygiene sowie Nahrungsmittelhygiene geachtet werden. Gegen Influenza A(H5N1) gibt es eine vorbeugende Impfung. Die saisonale Influenzaimpfung bietet keinen Schutz gegen die Vogelgrippe.

Die Autoren arbeiten für das CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Schlagworte:
Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tests für die Diagnostik

Akuter Kreuzschmerz: Tipps für ein pragmatisches Vorgehen in der Praxis

Folgen eines Trauma

PTBS-Diagnostik: Das empfiehlt die neue S3-Leitlinie

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Lesetipps
Ins Fitnessstudie statt zum Geburtstag der Oma: Wer eine starke Verpflichtung spürt, Sport zu treiben, könnte eine Muskeldysmorphie haben.

© ME Image / Stock.adobe.com

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können