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Leitartikel zu Frühen Hilfen

Familienhebammen in Problemfamilien - das wirkt!

Jede Woche sterben in Deutschland im Schnitt drei Kinder, weil sie misshandelt oder vernachlässigt werden. Familienhebammen unterstützen sozial-belastete Familien vor und nach der Geburt. So kann die Entwicklung des Kindes verbessert werden, zeigt eine Studie.

Von Ingeborg Bördlein Veröffentlicht:
Der Hausbesuch der Hebamme gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Der Hausbesuch der Hebamme gewinnt immer mehr an Bedeutung.

© Klaus Rose

Kevin und Lea-Sophie. Diese beiden Namen stehen für Kinder, die von ihren Eltern vernachlässigt und schwer misshandelt wurden und die Torturen nicht überlebten. Auf dem vergangenen Kinder- und Jugendärztetag in Berlin wurde das Schreckliche in Zahlen gefasst: Jede Woche kommen in Deutschland durchschnittlich drei Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung ums Leben.

Im Jahre 2011 waren es 146 Kinder unter 14 Jahren. Betroffen sind vor allen Säuglinge und Kleinkinder. 74 Kinder kamen im "sozialen Nahbereich" - so nennt es die Statistik - zu Tode.

Die Zahl der körperlich misshandelten Kinder mit Todesfolge geht laut Polizeistatistiken zwar zurück, doch die Dunkelziffer ist hoch, verlässliche Daten über Vernachlässigung und Misshandlung im familiären Bereich gibt es nicht.

Jenen Kindern, die in belastete Familien hineingeboren werden, Gewalterfahrungen machen und Vernachlässigungen erleben müssen drohen für ihr ganzes späteres Leben nachteilige Auswirkungen auf ihre körperliche und seelische Gesundheit, ihren schulischen und beruflichen Erfolg und ihr soziales Leben.

Doch es gibt Schutzfaktoren für die betroffenen Kinder...

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