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Großer Bahnhof für den Europäischen Zug gegen Krebs

Von Ursula Gräfen Veröffentlicht:

375 Meter lang ist der "Europäische Zug gegen Krebs", der jetzt durch Belgien, Frankreich und Deutschland fährt und Menschen über Behandlung und Vorsorge aufklärt. Der europäische Zug gegen Krebs ist eine Initiative des Pharma-Unternehmens Aventis. Deutsche Partner sind unter anderen die "Ärzte Zeitung" und die Deutsche Krebsgesellschaft.

Über fünf der insgesamt elf Waggons erstreckt sich eine Informations-Ausstellung unter dem Motto: "Mehr Wissen bekämpft Krebs". Keine langweiligen Tafeln mit ellenlangen Texten, sondern die Zug-Ausstellung ist plastisch, lebendig und bunt. Besucher werden von einer Video-Installation zur nächsten geführt.

Visuelle und Audio-Erklärungen - in Deutschland natürlich auf Deutsch - gibt es dann jeweils auf Knopfdruck. Da wird über die Krankheit Krebs informiert, über das unkontrollierte Wachstum der Krebszellen (von 30 Zellen auf 100 000 Milliarden Zellen in sieben Jahren), über die verschiedenen Behandlungen und über neue Forschungen zu Diagnostik und Therapie.

Dann betritt man Wagen 4, der überschrieben ist "prévenir, vorbeugen, prevent", und man sieht sich selbst in einem großen Spiegel, dazu heißt es: "Und Sie, was tun Sie?" Was man tun kann, das wird in diesem Waggon erklärt, etwa sich vor Sonne zu schützen, sich gesund zu ernähren und nicht zu rauchen.

Thema des letzten Ausstellungswagens ist Leben mit Krebs. Aber das zieht sich eigentlich durch alle Waggons. Denn überall stehen Bildschirme auf bunt leuchtenden Säulen, auf Knopfdruck erzählen hier Krebspatienten von ihren Erfahrungen.

Überhaupt ist es sehr bunt es in diesen Eisenbahnwaggons: Mal schimmert alles geheimnisvoll rot, dann strahlt es erfrischend gelb oder beruhigend blau. So wird Besuchern das schwierige Thema Krebs auf eine leichte und fast fröhliche Weise nahegebracht, denn abgeschreckt werden soll niemand.

Im Gegenteil, Besucher sollen aufgeschlossen werden für die Krebsvorsorge. Dazu werden im anschließenden Konferenzwagen auch täglich Beratungsgespräche mit Krebsexperten angeboten. Keine Frage soll offen bleiben.

"Mit dieser Kampagne zeigt Aventis, daß wir die Betroffenheit der Patienten und ihrer Angehörigen sehr ernst nehmen. Ihnen und allen anderen Interessierten möchten wir deutlich machen, daß wir sie mit ihren Fragen nicht alleine lassen werden", faßt Peter Zündorf, Geschäftsführer von Aventis Deutschland, das Ziel dieser Initiative zusammen.

Gestern ist der europäische Zug gegen Krebs in Brüssel, der Hauptstadt der EU, feierlich eröffnet worden im Beisein von Prinzessin Astrid, der Tochter von König Albert, des belgischen Premierministers Guy Verhofstadt, der belgischen Gesundheitsministers Rudy Demotte, des EU-Kommissars für Forschung Phi-lippe Busquin und von Anne Anderson, der ständigen Vertreterin Irlands bei der EU, das gerade die EU-Präsidentschaft innehat. Großer Bahnhof also für den europäischen Zug gegen Krebs, und das verdient dieses Projekt auch.

Ab heute steuert der Zug sieben französische Städte an, und ab dem 22. April fährt er durch Deutschland. Letzte Station ist dann Anfang Mai die andere EU-Hauptstadt, nämlich Straßburg.

Fahrplan für Deutschland

22./23. April: Frankfurt am Main (am EisernenSteg) 24./25. April: München (Ostbahnhof) 26./27. April: Hamburg-Altona

Weitere Infos: www.zuggegenkrebs.com

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