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Gute HbA1c-Werte auch mit einfacher SIT

MÜNCHEN (hbr). Für die supplementäre Insulintherapie (SIT) von Typ-2-Diabetikern bevorzugt die eine Hälfte der Hausärzte die einfache Variante, die andere die komplexe Form. Wirksam und sicher sind aber offenbar beide.

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Das belegen Daten von 373 Typ-2-Patienten, die mit einer der beiden Therapievarianten behandelt wurden. Denn in beiden Gruppen sanken bei ähnlichem Hypoglykämierisiko die HbA1c-Werte im Mittel unter sieben Prozent.

Eine SIT basiert auf der Gabe kurzwirksamen Insulins zu den Mahlzeiten. Das soll die erste, schnelle Phase der prandialen Insulinsekretion ersetzen, die bei Typ-2-Diabetikern schon früh im Krankheitsverlauf verloren geht. Zusätzlich kann Basalinsulin gegeben werden.

Die Teilnehmer der Studie erhielten als Bolusinsulin Insulinaspart (NovoRapid®) und bei Bedarf Insulindetemir (Levemir®) als Basalinsulin. Die Hälfte der Patienten wurde mit der besonders einfachen FIX-Variante der SIT behandelt: Sie injizierten individuell ermittelte feste Insulindosen zu den Mahlzeiten.

Die HbA1c-Werte lagen nach einem Jahr in beiden Gruppen unter 7 Prozent.

Bei der komplexeren FLEX-Variante dagegen berechneten die Patienten vor jedem Essen anhand des Kohlenhydratanteils, des vorher gemessenen Blutzuckerwertes und der geplanten Glukose verbrauchenden Aktivitäten die erforderliche Bolusdosis. Die Patienten hatten seit etwa zehn Jahren Diabetes; jeder zweite hatte noch niemals Insulin injiziert.

Beide Gruppen verringerten ihre HbA1c-Werte von anfangs 8,2 Prozent deutlich, berichtete Dr. Karsten Milek aus Hohenmölsen. Das mittlere HbA1c betrug nach 52 Wochen in der FIX-Gruppe nur noch 6,8, in der FLEX-Gruppe 6,6 Prozent. Das spiegeln auch die Tagesprofile wider; sie verschoben sich in ähnlichem Umfang zu niedrigeren Werten. Gleichzeitig wurden die postprandialen Blutzuckeranstiege flacher und das Profil glatter.

Dafür benötigten in beiden Studienarmen über 80 Prozent der Patienten zusätzlich das lang wirksame Insulindetemir, um den basalen Insulinbedarf abzudecken, so Dr. Erik Wizemann aus Herrenberg bei einer Veranstaltung von Novo Nordisk in München. In der Regel genügte dazu eine Injektion am Tag; nur zwei Prozent benötigten eine zweite Basaldosis.

Und: Trotz guter Diabeteseinstellung und unterschiedlich häufiger Blutzuckerkontrollen - FIX-Patienten erstellten zwei und FLEX-Patienten sieben Tagesprofile pro Woche - waren Unterzuckerungen in beiden Therapiearmen selten. Notiert wurden sie jeweils bei weniger als der Hälfte der Patienten. Die Häufigkeit war in beiden Behandlungsgruppen ähnlich.

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