Verunreinigtes Schmerzmittel

Meningitis-Tote in den USA

64 Fälle, sieben Tote - und die Zahl der Opfer steigt weiter: Eine Meningitiswelle sorgt in den USA für Aufsehen. Alle Erkrankten haben sich laut Behörden vor Kurzem ein Schmerzmittel in das Rückenmark spritzen lassen.

Veröffentlicht: 07.10.2012, 15:07 Uhr

WASHINGTON (dpa). Eine mit Pilzen verunreinigte Arznei hat bei mindestens sieben Menschen in den USA eine tödliche Hirnhautentzündung ausgelöst.

Die US-Experten des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) befürchten weitere Betroffene. Bislang verzeichnen sie 64 Fälle in 9 Bundesstaaten.

Diese Form der Meningitis sei aber nicht ansteckend. Besonders betroffen sei der Südstaat Tennessee.

Insgesamt könnten 34.000 Menschen von der Meningitiswelle erfasst werden, schätzten Wissenschaftler im TV-Sender CNN.

Laut CDC wurde das schmerzstillende Präparat in 23 Bundesstaaten geliefert. CNN ergänzte, dass dort insgesamt 76 medizinische Einrichtungen die Medikamente erhalten haben.

Die CDC-Experten weisen darauf hin, dass das in Verdacht stehende Schmerzpräparat nicht zu jenen gehört, die Frauen während der Geburt erhalten.

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge haben sich alle Erkrankten in den vergangenen Wochen Steroide (Hormone) als Schmerzmittel in den Rückenmarkkanal spritzen lassen.

Die US-Behörden konzentrieren sich bei ihren Ermittlungen auf ein Pharmaunternehmen aus dem US-Bundesstaat Massachusetts.

Die Firma habe die Produktion vorübergehend eingestellt. Die Behörden riefen mögliche Betroffene auf, sich zu melden.

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