Hormonstörungen

Neue Hinweise: Stress fördert Glatzenbildung

HAMBURG (ner). Stress fördert Glatzenbildung. Diese Vermutung ist jetzt experimentell bestätigt worden. Forschern aus Lübeck ist es gelungen, bei Kopfhautbiopsien mit humanen Haarfollikeln hormonell Stress auszulösen und das Wachstum zu beobachten.

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Schon bei geringen CRH (Corticotropin Releasing Hormon)-Konzentrationen ist die Wachstumsphase der Haarwurzel deutlich verkürzt und der Anteil der Haare in der Ruhephase erhöht sich, wie das Unternehmen Dr. Wolff-Forschung mitteilt. CRH ist ein Stress-Mediator, der eine vermehrte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol auslöst.

Dr. Tobias W. Fischer und Professor Ralf Paus von der Universitätsklinik Lübeck haben kultivierte Haarfollikel von Patienten unterschiedlichen CRH-Konzentrationen ausgesetzt. Daraufhin betrug das Haarwachstum innerhalb von 120 Stunden teilweise nur noch 75 Prozent des Wachstums der Kontroll-Haarfollikel (100 Prozent). Die Matrix-Keratinozyten wurden durch CRH im Wachstum unterdrückt.

Befanden sich von den Kontroll-Haarfollikeln 75 Prozent in der Wachstumsphase, waren es je nach CRH-Konzentration bei den Stress ausgesetzten Haaren nur 20 bis 33 Prozent. Mit Koffein konnte die stressbedingte Wachstumssuppression aufgehoben werden: die Follikel wuchsen sogar stärker als die Kontrollen. Nach Angaben der Dermatologen hebt Koffein die Proliferationshemmung auf, indem der wachstumsfördernde Faktor TGF-beta2 induziert wird. Zugleich stimuliert Koffein den Wachstumsfaktor IGF-1.

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