Altdaten

100 Millionen Euro für Forschungskooperationen

Der Strategiewettbewerb BioPharma soll Kooperationen fördern. Die Gewinner stehen jetzt fest.

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Als Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan. Mitte vergangenen Jahres den Strategiewettbewerb "BioPharma - für die Medizin der Zukunft" startete, beschrieb sie die Situation der heimischen Biotechnologie etwa so: Viele Forschungsergebnisse kommen aus Deutschland.

Doch werden hier nicht sehr viele Biotech-Medikamente entwickelt und von hier aus zur Marktreife gebracht. Schavan wünscht sich daher, dass ein möglichst großer Teil der Wertschöpfungskette vom Forschungslabor über die pharmazeutische und klinische Entwicklung bis zur Produktion in Deutschland stattfindet. Deshalb sollte der Wettbewerb Konsortien aus kleinen und großen Unternehmen, Partnern aus Wissenschaft und Klinik fördern, die mit einer gemeinsamen Strategie für eine effektive Medikamentenentwicklung überzeugen.

Drei Gewinner-Konsortien können sich jetzt auf jeweils 20 Millionen Euro Fördergelder freuen. Weitere insgesamt 40 Millionen Euro stehen noch im Fördertopf, über dessen Zuteilung auf Basis einer Evaluation in drei Jahren entschieden wird. Insgesamt stehen damit für BioPharma 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei gleich zwei Gewinnern stehen neurodegenerative Krankheiten im Fokus: Das Konsortium "Neuro Allianz" will für solche Krankheiten mit zwölf beteiligten Partnern therapeutische und diagnostische Ansätze von der Forschung bis zum Markt bringen. Zu den Partnern gehören öffentlich geförderte Forschungseinrichtungen, klassische Pharmaunternehmen, Biotechfirmen und mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die deutsche Zulassungsbehörde. Das Konsortium "Neue Wirkstoffe gegen neurologische Erkrankungen (Neu2)" hat sich zum Ziel gesetzt, therapeutische und diagnostische Ansätze zur Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose ebenfalls von der Grundlagenforschung bis zur Marktreife zu entwickeln. Beteiligt sind daran vor allem norddeutsche Forschungseinrichtungen und die Merck KGaA als Pharmapartner.

Der dritte Sieger, das "Max Planck Drug Discovery & Development Center" (DDC) soll dazu beitragen, dass kommerziell interessante, frühe therapeutische Forschungsprojekte aus Max-Planck-Instituten effizienter als bisher den Weg zum Markt finden.

Dafür werden nachhaltige Infrastrukturen und Finanzierungsstrukturen geschaffen, die eine Weiterführung von risikoreichen frühen Arzneimittelprojekten aus der deutschen Forschung unter Einbeziehung privater Investoren sowie der Pharma-Industrie im Rahmen eines Fonds ermöglichen. (brs)

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