Die Ausgabentöpfe für Arznei- und Heilmittel steigen in Thüringen in diesem Jahr kräftig. Die KV (KVT) hat im Arzneimittelbereich ein Verordnungsvolumen von 1,04 Milliarden Euro ausverhandelt.
Die KV Thüringen reagiert mit einer ungewöhnlichen Idee auf die Kritik an zu langen Wartezeiten: Die Ärzte sollen Pseudoziffern aufschreiben, wenn sie einen Patienten dringlich überweisen - damit die KV die Daten sammeln kann.
Ärzte verordnen den Wirkstoff, Apotheker wählen das Präparat: Im Juli startet 'Armin' in Sachsen und Thüringen. Ein Vorteil: Bei 250 Wirkstoffen müssen Ärzte keinen Regress fürchten. Das Projekt ist in dieser Form bundesweit einmalig.