Herzinsuffizienz

Eisen: Nur die i.v.-Gabe bessert Belastbarkeit

Bei Herzinsuffizienz und Eisenmangel kann nur die intravenöse Eisensubstitution die klinische Situation verbessern, nicht jedoch die orale Gabe .

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NEW ORLEANS Bisherige Studien (FAIR-HF, CONFIRM-HF) konnten zeigen, dass eine intravenöse Eisensubstitution bei Herzinsuffizienz Symptomatik, Belastbarkeit und Lebensqualität verbessert.

In der EFFECT-HF-Studie ist nun der Effekt einer intravenösen Eisensubstitution auf die maximale Sauerstoffaufnahme (peak VO2) untersucht worden, ein Parameter, der die Belastbarkeit besonders gut widerspiegelt und mit der Prognose bei Herzinsuffizienz korreliert, erläuterte Prof. Dirk Van Veldhuisen Groningen beim Jahreskongress 2016 der American Heart Association in New Orleans.

An der Studie hatten 174 Patienten mit Herzinsuffizienz und Eisenmangel teilgenommen, deren durchschnittliche peak VO2 zu Beginn bei 13,4 ml/kg/min lag. Sie wurden 24 Wochen lang entweder mit Eisencarboxymaltose oder der üblichen Standardtherapie behandelt. Nach 24 Wochen hatten sich die Werte für Ferritin, Transferrin-Sättigung und Hämoglobin in der Gruppe mit i.v.-Eisensubstitution signifikant gegenüber der Kontrollgruppe verbessert.

Dies ging einer mit einem signifikanten Unterschied von knapp über 1 ml/kg/min in der maximalen Sauerstoffeinnahme einher. Die peak VO2-Werte hatten in der Kontrollgruppe abgenommen, waren aber in der Interventionsgruppe konstant geblieben. Neben der Belastbarkeit besserte sich auch die Symptomatik.

In der doppelblinden IRONOUT-HF-Studie war untersucht worden, ob die Auffüllung der Eisenspeicher bei Herzinsuffizienz auch einfacher und kostengünstiger mit einer oralen Eisensubstitution erfolgen kann. Zu diesem Zweck wurden 225 Patienten rekrutiert. Endpunkt war die peak VO2 nach 16 Wochen.

Doch leider funktionierte die oralen Eisensubstitution nicht. Die Eisenstoffwechselparameter besserten sich nur minimal. Dies hatte keinen positiven Einfluss auf die Belastbarkeit der Patienten. (DE)

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