Paul Langerhans-Medaille

Hohe Auszeichnungen für diabetologische Arbeiten

Zwei Ehrungen beim Deutschen Diabetes Kongress: Professorin Anette-Gabriele Ziegler und Professor Robert Wagner werden für ihre Forschungsarbeiten mit der Paul Langerhans-Medaille geehrt.

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Professor Robert Wagner und Professorin Anette-Gabriele Ziegler.

Professor Robert Wagner und Professorin Anette-Gabriele Ziegler.

© [M] DDZ | Matthias Tunger Photodesign

Berlin. Die höchste Auszeichnung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) – die Paul Langerhans-Medaille – hat Professorin Anette-Gabriele Ziegler verliehen bekommen. Mit dem Werner Creutzfeldt-Preis wurde Professor Robert Wagner auf dem Diabetes Kongress ausgezeichnet.

Ziegler, die Direktorin des Instituts für Diabetesforschung am Helmholtz Munich und Wissenschaftlerin am Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) ist, wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Sie habe die Diabetologie „ganz maßgeblich in Erkenntnissen zur Prävention und auch zum ursächlichen Verständnis der Krankheitsentstehung des Typ-1-Diabetes weitergebracht“, sagte Kongresspräsident Professor Baptist Gallwitz.

Durch Zieglers Arbeiten seien grundlagenwissenschaftliche Details zur Krankheitsentstehung und zur besseren Diagnostik offenbar geworden. Sie hätten zu praktischen versorgungsrelevanten Programmen der Früherkennung und der Prävention geführt.

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DZD-Forscher Robert Wagner wurde laut Mitteilung der DDG für seine außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung der Pathogenese des Prädiabetes und Typ-2-Diabetes aus unterschiedlichen Aspekten des Organ-Crosstalks geehrt.

Er leitet im Deutsches Diabetes Zentrum in Düsseldorf die Arbeitsgruppe „Klinisches Studienzentrum“ und ist W3-Professor für klinisch-diabetologische Stoffwechselforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Typgerechte Therapieprogramme möglich

Wagners Forschung habe zu wichtigen Erkenntnissen über die Heterogenität des prädiabetischen Stoffwechsels geführt. „So konnte er zeigen, dass es sechs Subtypen des Prädiabetes gibt, die sich in der Krankheitsentstehung, dem Risiko für Diabetes und der Entwicklung von Folgeerkrankungen unterscheiden“, heißt es von der DDG.

Diese Erkenntnisse zur Subtypisierung des Diabetes und des Prädiabetes könnten künftig dazu beitragen, individuelle Risiken und Verläufe des Typ-2-Diabetes besser und frühzeitiger beurteilen zu können. Eine praktische Anwendungsmöglichkeit wäre, auf die einzelnen Subtypen zugeschnittene Überwachungs-, Präventions- und Therapieprogramme zu etablieren.

Den Werner-Creutzfeldt-Preis vergibt die DDG für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Pathophysiologie und Therapie des Diabetes mellitus an deutschsprachige forschende Medizinerinnen und Mediziner. Der von der Firma Lilly zu Ehren und im Gedenken an Professor Werner Creutzfeldt initiierte und geförderte Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. (eb)

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