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Nach Abgleich mit Leitlinien

IQWiG sieht Aktualisierungsbedarf bei DMP Rheumatoide Arthritis

Das DMP Rheumatoide Arthritis ist noch nicht einmal in den Praxen angekommen, da empfiehlt das IQWiG schon eine Überarbeitung. Ein Aspekt könnte die psychische und psychosoziale Betreuung von Patienten sein.

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Ein DMP RA existiert offiziell, angewendet werden kann es in den Praxen mangels Verträgen aber noch nicht. Das IQWiG sieht nun schon Anpassungsbedarf.

Ein DMP RA existiert offiziell, angewendet werden kann es in den Praxen mangels Verträgen aber noch nicht. Das IQWiG sieht nun schon Anpassungsbedarf.

© fovito / stock.adobe.com

Berlin. Aktualisierungsbedarf bescheinigt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) dem DMP Rheumatoide Arthritis (RA). Stellen, an denen das Institut Diskrepanzen zu Leitlinienempfehlungen festgestellt hat, finden sich unter anderem bei der Verlaufskontrolle sowie der psychischen und psychosozialen Betreuung der Patienten.

Zu diesem Punkt enthält die DMP-Anforderungsrichtlinie bisher keine Vorgaben. Leitlinien dagegen empfehlen, dass etwa bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen den Patienten auch strukturierte psychoedukative Interventionen bereitgestellt werden. Das können Krankheits- und Stressbewältigungsprogramme sein, auch die Anwendung von Verhaltenstherapie oder Mind-Body-Ansätzen wird vorgeschlagen.

Hinweis auf Selbstmanagement-Programme

In seinem Bericht zu den vorläufigen Bewertungsergebnissen weist das IQWiG darauf hin, dass sich das interaktive Schulungsprogramm „StruPI-RA“ als eine effektive und auch alltagstaugliche Intervention zur Verbesserung des Selbstmanagements erwiesen habe. Durch das Programm könnten Therapiesicherheit, Therapietreue, das Patientenwissen und somit auch der Behandlungserfolg verbessert werden.

Zusammen mit dem erweiterten Schulungsprogramm „StruPS“ stehen Patientinnen und Patienten mit rheumatoider Arthritis somit zwei evaluierte und aufeinander abgestimmte Programme zur Verfügung, „die sowohl im ambulanten und stationären als auch im rehabilitativen Bereich implementiert werden können“, heißt es.

Rauchverzicht thematisieren?

Im Umgang mit Komorbiditäten verweist das IQWiG auf Leitlinienempfehlungen, die eine prophylaktische antivirale Therapie betreffen: und zwar zum einen bei Patienten, die HBc-Antikörper positiv (unabhängig vom HBsAG-Status) sind und mit Rituximab behandelt werden, und zum anderen bei Patienten, die HBc-Antikörper- und HBsAg-positiv sind und mit bDMARDs oder tsDMARDs behandelt werden.

Für bedenkenswert erachtet werden ebenso das Thema Ernährung und Rauchen. Die Leitlinie EULAR 2023 lifestyle etwa gebe zwei Empfehlungen zum Rauchverzicht und zur Aufklärung der Patienten über die Folgen des Tabakkonsums.

Das IQWiG war im Dezember 2023 vom Gemeinsamen Bundesausschusses beauftragt worden, den Aktualisierungsbedarf des DMP RA zu untersuchen. Dafür hat das Institut aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis identifiziert, um deren Empfehlungen mit der Disease-Management-Programm-Anforderungs-Richtlinie abzugleichen und eventuelle Diskrepanzen festzustellen. Für den jetzt veröffentlichten Vorbericht wertete das IQWiG insgesamt 239 Empfehlungen aus 13 Leitlinien aus. (juk)

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