Arztruf Hamburg

Nord-KVen kooperieren bei Notfällen

Im schleswig-holsteinischen Reinbek richtet der Arztruf Hamburg seine vierte Notfallpraxis ein.

Veröffentlicht: 10.04.2019, 16:04 Uhr

REINBEK. Die KVen Hamburg und Schleswig-Holstein weiten ihre Kooperation aus. Der Arztruf Hamburg hat im Krankenhaus im schleswig-holsteinischen Reinbek eine hausärztliche Notfallpraxis eröffnet und ersetzt damit die bisherige Anlaufpraxis der KV Schleswig-Holstein. Vorteil für die Patienten: Die Öffnungszeiten werden erweitert und zugleich die Notaufnahme am Krankenhaus entlastet.

Reinbek ist die vierte Notfallpraxis des Arztrufs Hamburg, mit dem die KV wie berichtet ärztliche Hilfe rund um die Uhr anbietet. Neben den Notfallpraxen zählen ärztliche Beratung am Telefon, Hausbesuche durch einen fahrenden Notdienst und zeitnahe Arzttermine zum Portfolio des Arztnotrufs unter der Nummer 116.117.

Dass die KV aus der Hansestadt im benachbarten Reinbek eine Notfallpraxis betreibt, ist auf die starke Inanspruchnahme der Reinbeker Notfallambulanz auch durch Hamburger Patienten zurückzuführen. Neben Einwohnern aus Reinbek suchen insbesondere Patienten aus dem Hamburger Stadtteil Bergedorf die Notfallambulanz im St. Adolf-Stift auf.

Gemeinschaftsprojekte für Patienten hier oder dort

Im Grenzgebiet der Hansestadt nutzen Patienten aus beiden Bundesländern Einrichtungen auf beiden Seiten der Stadtgrenze. Deshalb gibt es weitere gemeinsame Projekte, etwa die Anlaufpraxis der KV Schleswig-Holstein in der Asklepios Klinik Nord auf Hamburger Gebiet.

„Auch in Zukunft arbeiten an beiden Standorten Ärzte aus beiden Bundesländern zusammen und behandeln Patienten unabhängig vom Wohnort auf medizinisch hohem Niveau“, so Schleswig-Holsteins KV-Chefin Dr. Monika Schliffke

Hamburgs KV-Vize Caroline Roos erwartet, dass die Notfallpraxis zu einer Entlastung der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Reinbeker St. Adolf-Stift führen wird. Sie wird außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten hausärztliche Behandlungen übernehmen.

Erst wenn die hausärztlichen Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind, sollen Patienten in der ZNA der Klinik versorgt werden. Das Krankenhaus plant außerdem ein integriertes Notfallzentrum, das ab 2022 die gemeinsame Versorgung von bis zu 55000 ambulanten Notfällen ermöglicht. (di)

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