Eine stärkere Praxisorientierung der frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln hat die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie gefordert.
Vor zwei Jahren war der Widerstand aus der Ärzteschaft noch laut hörbar. Inzwischen sind auch führende Ärztevertreter für ein Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen. Juristen fordern Rechtssicherheit für Kooperationen.
Am zweiten Tag der Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) ging es am Freitag vor allem um das Thema 'Transparenz bei möglichen Interessenkonflikten'.
Niedermolekulares Heparin reduziert bei Patienten mit Pankreaskarzinom die Rate thromboembolischer Komplikationen. Das ist das Ergebnis der CONKO-004-Studie. Hintergrund der Studie waren Beobachtungen, denen zufolge thromboembolische Ereignisse bei Pankreas-Ca-Patienten ein prognostisch ungünstiger
Immunologische Tumortherapien sind weiterhin Gegenstand intensiver Forschung. Ein heißer Kandidat ist derzeit die Impfung gegen das Gen-Peptid des Wilms-Tumors (WT1). Patienten mit AML, Mesotheliom, Schilddrüsen- oder Ovarialkarzinom wurden bereits erfolgreich geimpft.
Die Zahlen der Pharynx- und Mundhöhlen-Karzinome nehmen stark zu. Außer Tabak und Alkohol sind bis zu 20 Prozent aller Kopf-Hals-Tumoren auch mit humanen Papillomaviren (HPV) assoziiert.
Die personalisierte Medizin wird in der Onkologie immer mehr zum Hoffnungsträger. Grund für das große Interesse an der gezielten Behandlung sind nicht zuletzt die Erfolge in der Leukämie-Therapie.