Kommentar

Krebstagung muss ein Zeichen setzen

Von Peter Leiner Veröffentlicht: 29.09.2010, 16:03 Uhr

Die diesjährige Tagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie steht ganz im Zeichen der personalisierten Medizin. Die Hämatoonkologie ist dafür prädestiniert wie keine andere, denn das Paradebeispiel für den Erfolg der gezielten Therapie ist die Behandlung nur jener Leukämie-Patienten mit einem Tyrosinkinase-Hemmer, die ein bestimmtes Gen tragen.

Das hat die Leukämie-Therapie revolutioniert. Und es gibt viele andere Beispiele, die belegen, dass es sinnvoller ist, vor der Therapie zu prüfen, wer davon am ehesten profitieren wird. Das ist ganz im Sinne der Patienten, denn es erspart vielen die Unannehmlichkeiten einer kaum oder gar nicht wirksamen Therapie.

Da der Forschungsaufwand für Diagnostika und Arzneien für die personalisierte Medizin groß ist, ist zwar zunächst mit einer hohen finanziellen Belastung des Gesundheitssystems zu rechnen.

Letztlich wird sich das aber schon allein deshalb auszahlen, weil durch die gezielte Therapie das Risiko für Nebenwirkungen und der finanzielle Aufwand, sie zu lindern, verringert wird. Die Tagung muss dafür ein Zeichen setzen, dass es sich lohnt, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Personalisierte Medizin erobert die Onkologie

Mehr zum Thema

Krankenhausreport der Barmer

Hohe Operations-Fallzahl rettet Leben

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Blick in den Hörsaal: Die Landesregierung Baden-Württemberg bringt die Landarztquote für 75 Medizinstudienplätze auf den Weg.

Gesetzentwurf in Baden-Württemberg

Landarztquote: Wer aussteigt, zahlt 250.000 Euro