Eine Therapie mit Minocyclin kann das funktionelle Ergebnis nach einem milden ischämischen Schlaganfall geringfügig verbessern. Was bedeutet dies für Patienten, bei denen Lyse oder Thrombektomie nicht mehr möglich sind?
Die Therapie mit Psychedelika ist umso erfolgreicher, je besser sie psychotherapeutisch vorbereitet wird. Die Dauer der Integrationsphase ist nach der Auswertung von zwölf kontrollierten Studien weniger entscheidend.
In einer Phase-II-Studie mit über 400 Menschen mit Migräne konnte Candesartan die Zahl der Migränetage im Schnitt um zwei pro Monat reduzieren. Auch das Nebenwirkungsprofil lässt erfreuliche Schlüsse zu.
Erhalten Personen mit unkontrolliertem Asthma einen Inhalator mit Budesonid, Glycopyrronium und Formoterol, kommt es deutlich seltener zu schweren Exazerbationen als unter alleiniger Kortikoid-LABA-Therapie.
Sprachmodelle wie ChatGPT haben in der Gunst von Menschen mit psychischen Problemen die persönliche Behandlung mit einem Psychotherapeuten längst eingeholt. Darauf deutet eine aktuelle deutsche Umfrage. Eine solche Selbsttherapie per Künstlicher Intelligenz birgt jedoch etliche Risiken.
Eine adjuvante Therapie mit drei statt sechs Monaten CAPOX oder FOLFOX führt bei Kolorektalkarzinomen einer Studie zufolge zu keinen Überlebensnachteilen – und bietet weitere Vorteile.
Haben Menschen mit einer chronischen Niereninsuffizienz nachts systolische Blutdruckwerte über 110 mmHg, scheint dies die Nierenfunktion weiter zu verschlechtern. Ab 65 Jahren ist es nach Daten aus China aber genau umgekehrt.
Je mehr psychische Traumata jemand zu verarbeiten hat, umso höher ist das Risiko für Schlaganfall und Demenz, so eine Analyse. Vor allem ein Faktor im Erwachsenenalter scheint die Gefahr zu steigern.
Fällt ein bestimmter Bluttest auf pTau im Alter von 60 Jahren positiv aus, blieben noch rund 21 Jahre bis zum Beginn einer Demenz. Die Zeit bis zum Symptombeginn hängt dabei erheblich vom Alter ab. Die genauen Zeitspannen haben Forschende berechnet.
Ein aktueller Cochrane-Review bestätigt: Ginkgo-biloba-Extrakte haben keine messbaren Effekte auf leichte kognitive Einschränkungen. Bei Demenzen deuten sich geringe bis moderate Vorteile für Kognition und Alltagsfunktion an.
Melatonin, Wachstumshormone, Psychostimulanzien, aber auch Psychoedukation und kognitives Training – Vieles wird gegen die Fatigue nach einem Schädel-Hirn-Trauma versucht. Was hilft, und wie steht es um die Evidenz?
Kopfschmerzen, Ängste und Schwindel – solche Symptome sind nach dem Absetzen von Antidepressiva nicht selten. Und je länger die Therapie dauert, umso häufiger treten die Beschwerden auf. Doch noch ein weiteres Problem eröffnet sich.
Ein moderates oder schweres Schädelhirntrauma, nicht aber ein leichtes, geht mit einem deutlich erhöhten Risiko für einen malignen Hirntumor einher. Darauf deutet die Analyse von drei unterschiedlichen US-Datensätzen. Woran das liegt, bleibt aber unklar.
Wearables zur Anfallsdetektion, KI zur Prognose bei Schlaganfall und eine adaptive tiefe Hirnstimulation: Auf dem Kongress für Klinische Neurowissenschaften in Augsburg wurden neue Verfahren vorgestellt.
Eine Therapie mit Fremanezumab kann bei rund der Hälfte der Kinder und Jugendlichen die Zahl der monatlichen Migränetage um mindestens 50 Prozent senken. Das geht aus einer placebokontrollierten Studie hervor.
Die Frequenz macht‘s: Verwenden Diabetiker an mindestens drei von vier Tagen ein System zum kontinuierlichen Glukosemonitoring, profitieren sie besonders stark und nachhaltig von sinkenden HbA1c-Werten. Bei geringerer Nutzung nehmen die Werte dagegen nach sechs Monaten wieder zu.
Eine Therapie mit Valaciclovir bringt bei leichter Alzheimerdemenz einer neuen Studie zufolge keine Vorteile – damit beschleunigt sich vielmehr der kognitive Abbau. Zumindest in der symptomatischen Alzheimer-Phase scheinen reaktivierte Herpes-Viren keine große Bedeutung zu haben.
Die geringe Qualität sämtlicher kontrollierter Tremorstudien lässt kaum evidenzbasierte Empfehlungen zu, ist die Aussage eine Auswertung von 31 Studien. Dennoch weisen einige Wirkstoffe anderen gegenüber eine Überlegenheit auf.
Erstmals wird eine therapieresistente Angststörung klar definiert. Zur Behandlung bieten sich Kombinationen aus klassischen Psychopharmaka und Psychotherapien an. In der Entwicklung befindet sich auch ein alter Bekannter: LSD.
Wer viel Konservierungsstoffe über die Nahrung aufnimmt, muss mit einem erhöhten Krebsrisiko rechnen. Ein solcher Zusammenhang lässt sich primär für nicht antioxidativ wirkende Zusatzstoffe wie Nitrit und Nitrat, aber auch Sorbat und Acetat berechnen.
Auch Daten aus Kanada legen nahe, dass eine Herpes-zoster-Impfung einer Demenz bei älteren Menschen vorbeugt: Unter Impfberechtigten ist das Demenzrisiko deutlich reduziert, jedoch mit Unterschieden zwischen den Geschlechtern.
Die meisten Kinder mit fortgeschrittener Krebserkrankung erhalten in Bayern erst kurz vor dem Tod eine palliative Versorgung. Am häufigsten werden Kinder mit ZNS-Tumoren palliativ behandelt, am seltensten solche mit hämatologischen Krebsformen.
Valiltramiprosat bremst den kognitiven Abbau bei Personen mit zwei ApoE4-Allelen und einer Alzheimer-bedingten leichten kognitiven Einschränkung. Die Therapie könnte eine Alternative bei Kontraindikation für eine Antikörpertherapie darstellen.
Ein Mann will Suizid begehen, bittet ChatGPT um eine Anleitung und wird von der KI in die Klinik geschickt. Dort müssen sich die Ärzte gut auf die Gespräche vorbereiten, da er die Therapie bestens informiert hinterfragt.