Antidepressiva, Psychotherapie, Stimulationsverfahren – all das lindert auch die Depressionen nach einem Schlaganfall. Aufgrund von Alter, Komorbiditäten und Begleittherapien ist bei der Behandlung jedoch einiges zu beachten.
Erhalten Menschen mit pädiatrischer MS früh eine hochwirksame Therapie, kann das die Behinderungsprogression im Vergleich zu einem späteren Beginn deutlich verzögern: Im Alter von 23 bis 27 Jahren liegt der Unterschied bei einem halben EDSS-Punkt.
Die Kombination von direkten oralen Antikoagulanzien mit Antikonvulsiva kann das Risiko für Thromboembolien deutlich erhöhen. Eine große Datenbankanalyse sieht jedoch nicht nur für potente Enzyminduktoren Risiken, sondern auch für Levetiracetam.
Der Roux-en-Y-Magenbypass weist in einer Cochrane-Analyse auf den stärksten Nutzen unter den bariatrischen OP-Verfahren bei adipösen Typ-2-Diabetikern hin. Doch wie stark ist die Aussagekraft der Studien wirklich?
Liegt die linksventrikuläre Ejektionsfraktion nach einem Herzinfarkt über 40 Prozent, kann eine Betablocker-Therapie die kardiovaskuläre Ereignisrate auch im ersten Jahr nach dem Infarkt nicht wirksam reduzieren. Das legt eine Auswertung der REBOOT-Studie nahe.
Impfungen mit Lebendvakzinen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken gehen bei Menschen mit Multipler Sklerose nicht mit einem erhöhten Risiko für neue Schübe einher. Dafür spricht eine Auswertung der Barcelona-Kohorte.
Ein Beginn der Therapie bei Multipler Sklerose mit einer hochwirksamen Arznei verspricht besonders guten Schutz vor neuen Schüben. Bei Patienten über 52 Jahren zeigten sich in einer Registeranalyse aber keine Vorteile mehr gegenüber einer moderat wirksamen Behandlung.
Bei über 60-Jährigen präsentiert sich eine Migräne anders als bei jüngeren Betroffenen. Auch bei der Therapie gibt es Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Welche, das erläutert eine Neurologin.
Die Schlaganfall-Gefahr ist bei Menschen mit Krebs einer Studie zufolge in den ersten drei bis sechs Monaten nach der Diagnose deutlich erhöht. Besonders betroffen sind Personen mit drei bestimmten Karzinomen.
Müde und antriebslos – viele Menschen haben nach einem überstandenen Schlaganfall die Freude am Leben erst einmal verloren. Doch wer ist besonders gefährdet, eine Depression zu entwickeln? Und wie lässt sie sich erkennen?
Jüngere Menschen mit einem kryptogenen ischämischen Insult haben in den ein bis zwei Stunden vor dem Ereignis vermehrt koffeinhaltige Getränke zu sich genommen. Koffein könnte sich damit als Trigger für Schlaganfälle unbekannter Ursache erweisen.
Ein Alzheimer-Bluttest kann die Demenz-Diagnostik in Hausarztpraxen einer schwedischen Untersuchung zufolge deutlich verbessern. Allerdings muss auf bestimmte Einflussfaktoren geachtet werden.
Je mehr Tage ältere Menschen unter großer Hitze verbringen, umso höher ist ihr Demenz- und Sterberisiko. Die Zahl der Hitzetage scheint über drei Jahre hinweg kumulativ das Demenzrisiko zu steigern.
Normaler BMI, aber viel Bauchfett? Dann ist das kardiovaskuläre Risiko deutlich erhöht. Umgekehrt wird das Risiko bei hohem BMI und relativ schlanker Taille erheblich überschätzt. Das bestätigt nun eine Analyse von 15 Kohortenstudien.
Ein Multi-Gentest zur Abschätzung des Rezidivrisikos bei Frauen mit Brustkrebs in einem frühen Stadium ist teuer und nicht überall verfügbar. Ein Deep-Learning-Programm kann das Rezidivrisiko anhand von histologischen Schnittpräparaten offenbar ähnlich gut vorhersagen.
Die Schmerzen bei Hüftarthrose gehen durch Bewegungstraining zwar etwas zurück und auch die körperliche Funktion verbessert sich geringfügig, die Änderungen sind aber klinisch kaum relevant und haben keine Auswirkungen auf die Lebensqualität. Darauf verweist eine Cochrane-Analyse.
Bei Erwachsenen mit COVID-19 wurden in den Monaten nach einem PCR-Nachweis deutlich häufiger eine chronische Rhinosinusitis diagnostiziert als dies bei Menschen mit negativem PCR-Test der Fall war. Das geht aus einer US-Analyse hervor.
Eine Real-World-Analyse mit über 2.700 Alzheimer-Patienten unter Amyloid-Antikörpern zeigt: Die Kognition bleibt damit über ein Jahr hinweg stabil. Traten Amyloid-bezogenen Nebenwirkungen (ARIA) genauso häufig auf wie in den Zulassungsstudien?
Die operative Entfernung oder Bestrahlung von Oligometastasen eines Prostatakarzinoms verlängert das progressionsfreie Überleben deutlich, der Effekt auf das Gesamtüberleben bleibt jedoch unklar.
Nach Einführung des Hautkrebs-Screenings 2008 ging die Melanom-Mortalität in Deutschland einer Studie zufolge zwar zurück – jedoch nicht stärker als in Ländern ohne Screening. Die Früherkennungsmaßnahme scheint damit nicht den erhofften Erfolg zu bringen.
Unter GLP-1-Rezeptoragonisten kann Alopezie zwei- bis fünffach häufiger auftreten als unter Placebo, hat eine Analyse von 24 Studien ergeben. Je nach Medikament und Dosis kam Haarausfall unterschiedlich oft vor.