Bessere Versorgung für Opfer von Unfällen

Das "Traumanetzwerk NordWest" nimmt Gestalt an. NRW hilft mit Fördergeldern.

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MÜNSTER (acg). Mehr als 40 Kliniken in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben sich zur Kooperation "Traumanetzwerk" zusammen geschlossen. Sie bekommen vom Land NRW 1,3 Millionen Euro Fördergelder über den Landeswettbewerb "Med in.NRW - Innovative Gesundheitswirtschaft".

Ziel des Projektes ist es, schwer verletzte Unfallopfer schnellstmöglich zur nächsten aufnahmebereiten Klinik zu bringen. Dazu wollen die Projektteilnehmer eine digitale Datenbank nutzen. Sie geht jetzt in die Testphase. Teilnehmer sind 46 deutsche und zwei niederländische Kliniken sowie etwa 60 Leitstellen.

Die Datenbank soll ständig aktualisiert werden und Auskunft über mögliche Kapazitäten der Kliniken in der Umgebung geben. "Durch die bedarfsgerechte Auswahl der Kliniken können lebensbedrohliche Verzögerungen beim Transport der Patienten vermieden werden", sagte Professor Michael Raschke, Koordinator des Netzwerkes.

Außerdem ermöglicht die Datenbank den Zugriff auf Kontaktdaten der Verantwortlichen in den Krankenhäusern. "Das Traumanetzwerk NordWest ist mit seinem Telematik-Ansatz deutschlandweit Vorreiter und Beispiel", sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei der Übergabe der Förderbescheide vor kurzem in Münster.

Das Geld wollen die Projektpartner in den Ausbau ihrer gemeinsamen digitalen Kommunikationsplattform investieren. Die Notfallmediziner wollen auch medizinische Befunde einstellen, etwa wenn ein Patient nach der Notfallversorgung in eine andere Klinik verlegt wird.

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