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Beunruhigende Entwicklung

Brandenburg: Mehr Gewalt in Krankenhäusern

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für das vergangene Jahr 125 gewalttätige Vorfälle in brandenburgischen Krankenhäusern.

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Potsdam. In Brandenburg steigt die Zahl der in Krankenhäusern verübten Gewalttaten. Während im Jahr 2020 noch insgesamt 112 Körperverletzungen mit Tatort „Krankenhaus“ in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst waren, waren es im Jahr 2023 bereits 125. Die Zahl der „gefährlichen“ und „schweren“ Körperverletzungen stieg dabei von 15 auf 24. Die Zahl der Bedrohungen stieg im selben Zeitraum von 47 auf 53, die des Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte von 55 auf 62.

Das geht aus der Antwort des Potsdamer Gesundheitsministeriums auf eine „Kleine Anfrage“ der AfD-Landtagsabgeordneten Daniela Oeynhausen hervor. Sie hatte die Anfrage nach einer Berichterstattung der Ärzte Zeitung über Gewaltvorfälle in Krankenhäusern in Bremen gestellt. Das Ministerium zitierte in seiner Antwort auch eine „Blitzumfrage“ des Deutschen Krankenhausinstituts. Ihr zufolge gaben 53 Prozent der Krankenhäuser an, dass die Anzahl der körperlichen und verbalen Übergriffe von Patienten, Angehörigen, Begleitern und Besuchern gegenüber dem Krankenhauspersonal in den letzten fünf Jahren „mäßig gestiegen“ sei. 20 Prozent sprachen sogar davon, dass diese Übergriffe „deutlich gestiegen“ seien.

Landesregierung will nicht selbst aktiv werden

Selbst gegen Gewalt in Krankenhäusern tätig werden will die Landesregierung allerdings nicht. „Die Landesregierung geht davon aus, dass die Krankenhäuser als Arbeitgeber im Sinne des Schutzes ihrer Mitarbeitenden geeignete, der jeweiligen Umgebung und Individualität angepasste Maßnahmen im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht ergreifen und umsetzen“, heißt es in der Antwort. „Seitens der Landesregierung sind keine darüberhinausgehenden Maßnahmen geplant.“

Die Fragestellerin Oeynhausen nannte die steigende Gewalt in den Kliniken eine „gefährliche gesellschaftliche Entwicklung“. Sie mache es wütend, dass die Landesregierung untätig bleibe. „Mediziner und Pflegekräfte müssen endlich wieder angstfrei arbeiten können und die Täter hart bestraft werden.“ (lass)

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