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Ein einig Volk von Glücksspielern?

KÖLN (iss). Die Deutschen scheinen ein Volk der Glücksspieler zu sein. Bei einer repräsentativen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gaben 55 Prozent der 16- bis 65-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal an einem Glücksspiel um Geld teilgenommen zu haben.

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Nervenkitzel um Geld, der zur Sucht werden kann: Poker spielen wird in Deutschland immer populärer.

Nervenkitzel um Geld, der zur Sucht werden kann: Poker spielen wird in Deutschland immer populärer.

© Foto: dpa

Ein pathologisches Ausmaß hat das Spielen bei 0,2 Prozent erreicht. Weitere 0,4 Prozent haben ein problematisches Verhalten, das in einer Sucht münden könnte. Es müsse so bleiben, dass von pathologischer Glücksspielsucht nur relativ wenig Personen betroffen seien, sagt BZgA-Direktorin Professor Elisabeth Pott.

"Durch die Intensivierung der Maßnahmen zur Prävention von Glücksspielsucht kann erreicht werden, dass sie sich nicht weiter ausbreitet." Ein hohes Gefährdungspotenzial sieht Pott in Geldspielgeräten, Glücksspielautomaten, der Ausbreitung des Poker-Spiels und der Zunahme von Glücksspielangeboten im Internet.

Info-Kampagne soll im Herbst starten.

Die BZgA hatte von August bis November 2007 insgesamt 10 001 Bundesbürger zwischen 16 und 65 Jahren telefonisch zum Glücksspielverhalten befragt. Die Zentrale plane, die Befragung alle zwei Jahre zu wiederholen, sagt Peter Lang, Leiter des BZgA-Fachreferats Suchtprävention.

"Wir wollen feststellen, ob die Prävention greift", sagt Lang. Da die erste Erhebung stattfand, bevor bundesweite Präventionsmaßnahmen eingeleitet wurden, bilde sie eine gute Basis.

Dass rund 0,2 Prozent der Bevölkerung als glücksspielsüchtig gelten können, entspreche dem Ergebnis anderer Studien, berichtet er. "Es besteht jetzt Handlungsbedarf", sagt Lang. Die Bevölkerung müsse früh sensibilisiert werden, damit sich das Suchtverhalten, das mit großem persönlichen Leid verbunden sein könne, nicht weiter verbreite. Ab Herbst will die BZgA mit einer Anzeigenkampagne über Gefahren und Hilfeangebote informieren.

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