Gesellschaft

Einblicke in terroristische "Instrumente des Schreckens"

HAMBURG (dpa). Eine spannende Fernseh-Dokumentation thematisiert heute abend die weltweite Angst vor terroristischen Attentaten mit Krankheitserregern.

Veröffentlicht: 05.10.2006, 08:00 Uhr

Wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 löste eine Briefserie mit biologischem Kampfstoff in den USA neue Ängste aus. Ein Unbekannter hatte mehrere Briefe mit dem Anthrax-Erreger verschickt. Fünf Menschen starben damals, 17 US-Amerikaner infizierten sich.

In der Dokumentation "Instrumente des Schreckens" zeichnen Autor Rob Hartel und Regisseur Dan Clifton das Geschehen vom Herbst 2001 nach und untersuchen andere biologische Waffen auf ihre Wirkungsweise. Der Kultur-Sender Arte zeigt den Film heute um 19 Uhr als deutsche Erstausstrahlung.

Experten sind der Überzeugung, daß es keine Frage ist, ob biologische Waffen eingesetzt werden, sondern nur wann dies geschieht. Biologische Kampfstoffe gelten als "Atombombe des kleinen Mannes". Die Laborausrüstung kann über das Internet bestellt werden, die tödlichen Keime finden sich in der Natur. Und: "Arbeitslose Wissenschaftler, die daraus Waffen entwickeln könnten, gibt es genug", schreibt Arte in seiner Programmankündigung.

Im Herbst 2001 hatte der bis heute unbekannte Terrorist waffentaugliche Milzbrand-Erreger per Post verschickt und dadurch eine Panik ausgelöst. Büros, Postfilialen und Regierungsgebäude wurden für Monate abgesperrt. Die Anthrax-Briefe machten einer größeren Öffentlichkeit zum ersten Mal klar, welche Gefahren von den Erregern so bekannter Krankheiten wie Milzbrand, Pocken, Pest, Hasenpest und Ebola ausgehen. All diese Erreger gehören zum möglichen Waffenarsenal terroristischer Gruppierungen, sind sich Experten sicher.

Der Film vermittelt mit computergenerierten Grafiken, Fallstudien und Expertenstatements ein Bild von Ursprung, Geschichte und Wirkungsweise der fünf Krankheitserreger. Die Einzelporträts der tödlichen Viren und Bazillen machen aber auch deutlich, wie sich die internationale Gemeinschaft gegen diese Bedrohung schützen kann.

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