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Japans Atomaufsicht

Grünes Licht für altes Atomkraftwerk

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TOKIO. Siebeneinhalb Jahre nach dem Gau im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi hat Japans Atomaufsicht das Wiederanfahren eines fast 40 Jahre alten Reaktors nahe Tokio erlaubt. Das berichteten japanische Medien am Mittwoch.

Ein gewaltiges Erdbeben und ein Tsunami hatten am 11. März 2011 die Atomanlage Tokai Daini in der Präfektur Ibaraki von externer Stromversorgung abgeschnitten und eines der drei Notstromaggregate lahmgelegt.

Dank der verbliebenen Stromgeneratoren konnte der Reaktor jedoch gekühlt werden. In den Reaktoren des nahen Atommeilers Fukushima Daiichi kam es dagegen zu Kernschmelzen.

Es ist das erste Mal, dass die Atomaufsicht einen von der damaligen Tsunami-Katastrophe betroffenen Meiler wieder anfahren lässt. Wann der Reaktor in der Stadt Tokai nordöstlich der Hauptstadt Tokio wieder ans Netz geht, ist noch unklar.

Denn die Bauarbeiten zur Verstärkung der Sicherheit der Anlage werden noch bis mindestens März 2021 andauern. Zudem steht noch die Einwilligung der örtlichen sowie aller umliegenden Gemeinden aus.

Ferner müssen noch zwei weitere Sicherheitsprüfungen vorgenommen werden als Bedingung dafür, dass der Reaktor bis zu 20 weitere Jahre laufen darf.

Der erstmals am 28. November 1978 in Betrieb genommene Meiler Tokai Daini ist bereits die achte Atomanlage, die von der Atomaufsicht die Genehmigung zum Wiederanfahren erhalten hat. In Folge des Gaus in Fukushima hatte Japan zwischenzeitlich sämtliche Meiler im Land heruntergefahren.

Die Regierung hält jedoch grundsätzlich am Atomstrom fest. Zum Neustart müssen Meiler jedoch zuerst deutlich verschärfte Sicherheitsbedingungen erfüllen. Angesichts der Sorgen der örtlichen Bevölkerung sind von Japans 39 funktionsfähigen Reaktoren bisher aber nur eine Handvoll am Netz. (dpa/maw)

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