Unschätzbare Hilfe für junge äthiopische Frauen in Not

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr unter anderem an eine 85-jährige australische Ärztin, die in Äthiopien Frauen mit Scheidenfisteln behandelt.

Von Pete Smith Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat die Vergabe des Alternativen Nobelpreises an die in Äthiopien lebende Gynäkologin Catherine Hamlin (wir berichteten kurz) gelobt. "Diese Auszeichnung würdigt die unverzichtbare Arbeit von Catherine Hamlin, arme Frauen von einer schlimmen Geburtsverletzung zu befreien und ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen", sagte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. Die in Australien geborene Ärztin wanderte mit ihrem Mann 1959 nach Äthiopien aus. In der Hauptstadt Addis Abeba gründeten sie das Fistula Hospital, in dem Frauen behandelt werden, die in Folge eines Einrisses während der Geburt Scheidenfisteln entwickeln.

Davon sind besonders Mädchen und junge Frauen betroffen. Aufgrund der Fistel können sie ihre Ausscheidungen nicht mehr kontrollieren und werden von ihren Angehörigen oft verstoßen.

Schätzungen zufolge leben weltweit bis zu 3,5 Millionen Frauen mit Scheidenfisteln. Allein in Äthiopien kommen nach Angaben der DSW jährlich 9000 Patientinnen hinzu. Dabei seien 90 Prozent aller Scheidenfisteln durch relativ einfache Operationen heilbar, so die DSW, die seit 2004 das Fistula Hospital unterstützt.

Der Alternative Nobelpreis wird seit 1980 von der Right Livelihood Foundation vergeben. In diesem Jahr wurden außer Catherine Hamlin auch der kongolesische Biologe René Ngongo und der neuseeländische Friedensaktivist Alyn Ware gewürdigt. Den Ehrenpreis erhielt der kanadische Klimaexperte David Suzuki.

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