Wassernotstand auch 16 Monate nach Tsunami

COLOMBO (ug). Auch 16 Monate nach dem Tsunami vom 26. Dezember 2004 ist das Brunnen- und das Grundwasser in den betroffenen Gebieten von Sri Lanka noch mit Meerwasser versalzen und deshalb untrinkbar.

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Die Flutwelle hat in in Sri Lanka in einem bis zu 1,5 Kilometer breiten Gebiet entlang der Küste viele Brunnen überspült und das Grundwasser versalzen oder mit Schadstoffen verschmutzt. 14 Wissenschaftler aus Sri Lanka, den USA und Dänemark haben das Wasser in dieser Region nun untersucht, berichtet "Nature" online.

Etwa 40 000 Brunnen gibt es in dem von der Flutwelle überspülten Gebiet. Der Salzgehalt im Wasser sei immer noch sehr hoch, haben die Geologen und Wasseringenieure festgestellt.

Ein Grund dafür sei, daß es in den ersten Monaten nach dem Tsunami nur relativ wenig Monsun-Regen gegeben habe. Der aber sei wichtig für Brunnen und Grundwasserspiegel. Es habe zwar im vergangenen Dezember heftig geregnet, das reiche aber immer noch nicht. Die Wissenschaftler gehen davon aus, daß es noch mehrere Jahre dauern werde, bis das Grundwasser von Meersalz und Schadstoffen frei sei.

Seit der Zeit des Tsunami bringt die Regierung von Sri Lanka Trinkwasser für Hunderttausende Haushalte mit Lastwagen in die Region. Nun gibt es einen Plan, Wasserleitungen in die Küstendörfer zu verlegen.

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