Untersuchung

Zeckenalarm auf deutschen Fußballplätzen

Vorsicht beim Kicken: Auf den Bolzplätzen sollten die Spieler nicht nur auf den Ball achten.

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BERLIN. Bei einer Zeckenerhebung auf deutschen Fußballplätzen sind Wissenschaftler in 14 von 16 Bundesländern fündig geworden. Bei der Untersuchung von Mitte April bis Mitte Mai im Auftrag des Pharma-Unternehmens Pfizer Deutschland wurden 32 Plätze sowie das engere Umfeld bis zu 40 Meter vom Spielfeldrand untersucht.

Auf 29 Anlagen fanden die Wissenschaftler Zecken der Gattung Ixodes in teils sehr hoher Dichte. Geprüft wurde mit der "Flaggmethode", bei der ein Flanelltuch über den Boden gezogen wird. Die Zecken krallen sich an der Unterseite der Flagge fest, die im Anschluss eingesammelt und gezählt werden.

Die meisten Zecken fanden sie auf Plätzen in Nordrhein-Westfalen (193), in Mecklenburg-Vorpommern (99) und Schleswig-Holstein (88) und Brandenburg (74). In den Stadtstaaten Bremen und Berlin wurden keine Tiere gefunden.

In den meisten Fällen dürfte es sich den Angaben zufolge um die Gattung Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock) handeln, die in Deutschland am häufigste Zeckenart. Sie ist für fast alle Zeckenstiche beim Menschen hierzulande und gleichzeitig für die Infektion mit FSME-Viren verantwortlich.

Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) allen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder arbeiten, einen Impfschutz gegen FSME.

Diese Empfehlung gilt auch bei Reisen in Länder mit erhöhtem FSME-Risiko. Wie zum Beispiel Russland, dem Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2018: Dort besteht das FSME-Risiko im ganzen Land. Ein besonders hohes Risiko wird für den europäischen Teil zwischen Moskau und Sankt Petersburg ausgewiesen. (bar)

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