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Bereitschaftsdienste

Ärzte in Bayern bleiben skeptisch

Die Last des Bereitschaftsdienstes soll in Bayern nach dem Willen der KVB auf möglichst viele Schultern verteilen werden. Das führt zu Verunsicherung.

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MÜNCHEN. Die Umsetzung der neuen Bereitschaftsdienstordnung in Bayern sorgt weiter für Unruhe.

Ab April 2015 sollen die Dienstgruppen um Arztgruppen verstärkt werden, die bisher vom Bereitschaftsdienst befreit waren. Dazu gehören auch Psychotherapeuten, Pathologen oder Laborärzte.

Am Rande der Jahrespressekonferenz der KV Bayerns (KVB) am Mittwoch in München kritisierten einige Ärzte und Psychotherapeuten, dass sie nach "jahrelanger somatischer Abstinenz plötzlich diesen wichtigen und verantwortungsvollen Notdienst verrichten" sollen.

Kritisiert wurde auch, dass "einige Wochenendkurse (…) fehlende jahrelange Übung ersetzen" sollen.

In anderen Bundesländern schon üblich

Mit der vor zwei Jahren von der Vertreterversammlung verabschiedeten Bereitschaftsdienstreform, die seit anderthalb Jahren umgesetzt wird, übernehme Bayern Regelungen, die in anderen Bundesländern immer schon üblich sind, erläuterte KVB-Vorsitzender Dr. Wolfgang Krombholz.

Denn nach dem Gesetz sei jeder approbierte Arzt zum Bereitschaftsdienst verpflichtet und sollte dazu auch in der Lage sein.

Er verstehe aber auch die Sorgen und Nöte der Kolleginnen und Kollegen, von denen jetzt erwartet werde, dass sie an den Diensten teilnehmen.

Wer sich aufgrund seiner Tätigkeit etwa als ärztlicher Psychotherapeut dazu nicht in der Lage sehe, könne sich in Kursen nachqualifizieren, was viele schon in Anspruch genommen hätten.

Widerspruch komme nur von wenigen. Ziel sei, die Last des Bereitschaftsdienstes auf möglichst viele Schultern zu verteilen.

Die Bereitschaftsdienstordnung sei nicht "in Stein gemeißelt", sagte Krombholz. So sei zur Entlastung der diensthabenden Ärzte die Einführung eines Poolärztesystems in ausgewählten Regionen geplant.

Außerdem werde es ein "Patenmodell" geben, bei dem erfahrene Ärzte den neuen Bereitschaftsdienstärzten mit Rat und Tat zur Seite stehen, so Krombholz. (sto)

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