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Prävention

Ärzte und Zahnärzte Schulter an Schulter

Mehr Geld für Versorgungsforschung, mehr Engagement mit Fokus auf den besonderen Stellenwert der Prävention im Gesundheitswesen - das waren Kernforderungen bei einem Doppelkongress in Dresden.

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DRESDEN (tt). In der Medizin soll ein stärkerer Fokus auf die Prävention als bisher gelegt werden. Das ist eine der zentralen Forderungen des "11. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung" und des "4. Nationalen Präventionskongresses".

Ausgerichtet wurde die Tagung im Hygienemuseum federführend von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Professor Wilhelm Kirch, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie der Medizinischen Fakultät der TU Dresden, erklärte zur Eröffnung, dass die demografische Entwicklung "zum Überdenken gesundheitspolitischer Strategien" zwinge. Sich auf die Prävention zu konzentrieren, sei deshalb geboten.

Die DGZMK organisiert die Tagung "Prävention und Versorgung 2012 für die Gesundheit 2030" gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Gesundheitswissenschaften und dem Deutschen Netzwerk für Versorgungsforschung (DNVF).

DNVF-Hauptgeschäftsführer Professor Gerd Glaeske erklärte, dass es aus seiner Sicht Fehlentwicklungen bei Prävention und Therapie in Deutschland gebe. So könne zum Beispiel auf Neuroleptika bei Demenzerkrankten oft zugunsten einer "aktivierende Pflege" verzichtet werden.

Glaeskes Plädoyer: Die Versorgungsforschung müsse finanziell besser gestützt werden. "Sie kann die Situation der Patienten beleuchten und Fehlentwicklungen in der Gesundheitspolitik aufdecken."

Gemeinsamer Kongress als Aufbruchssignal

Die DGZMK war erstmals Ausrichter eines Medizin/Zahnmedizin-Kongresses, wie Professor Thomas Hoffmann, Direktor der Dresdner Uniklinik für Zahnmedizin, betonte. Das sollte als Aufbruchssignal an Mediziner und Zahnmediziner verstanden werden, künftig bei der Prävention stärker zusammenzuarbeiten, so Hoffmann. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Zusammenhänge zwischen oraler und systemischer Gesundheit sei dies unabdingbar.

Professor Reiner Biffar, Zahnmediziner und Dekan der Universitätsmedizin Greifswald, verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Zahnärzte "Patienten oftmals bereits im jüngeren Alter und in größerer Zahl als andere Ärzte sehen" - und damit einen besseren Überblick über den allgemeinen Gesundheitszustand des Kindes haben könnten als andere Ärzte.

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