Berufspolitik

Aids-Hilfe Rostock sucht dringend Ärzte für Präventionsarbeit

ROSTOCK (di). Das Aids-Centrum Rostock sucht Ärzte, die ihre Sozialarbeiter unterstützen. Ziel sind niedrigschwellige Angebote durch eine aufsuchende Präventionsarbeit.

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"Das Präventionsbewusstsein in der Szene ist vergleichsweise gering ausgeprägt", sagt Sozialarbeiterin Marianne Harder. Zusammen mit einem Kollegen betreut sie HIV-Positive in Rostock und Umgebung.

Sie haben die Erfahrung gemacht, dass in der Schwulenszene das Thema ohne Impuls von außen selten angesprochen wird. Weil die Zahl der HIV-Neudiagnosen bei schwulen Männern steigt, will das Aids-Centrum speziell in dieser Szene verstärkt aktiv werden und nach dem Vorbild der Aidshilfe Nordrhein-Westfalen zusammen mit Ärzten in Schwulentreffs Beratung und einen HIV-Schnelltest anbieten.

Das Problem im Nordosten: Es gibt kaum Ärzte, die Erfahrung in der Behandlung von HIV-Positiven aufweisen. So werden beispielsweise in Rostock die meisten HIV-Patienten an der Uniklinik betreut. "Viele Betroffene fahren aber auch nach Hamburg oder Berlin, um anonym zu bleiben", berichtet Harder. Für die aufsuchende Prävention und den Schnelltest hält sie aber grundsätzlich jeden Arzt auch ohne Erfahrungen auf diesem Gebiet für geeignet. In Rostock weiß man von derzeit rund 60 HIV-Positiven, die tatsächliche Zahl liegt höher.

Kontakt für Ärzte zum Aidscentrum per E-Mail: info@aids-centrum.de

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