Kommentar zum Pflegekammer-Aus

Aufbauarbeit nach der Demontage

Gegen die Pflegeberufekammer zu sein, ist das Eine. Das Andere ist die Suche nach einer Alternative – und die muss jetzt beginnen.

Von Dirk SchnackDirk Schnack Veröffentlicht:

Die Pflegeberufekammern in Schleswig-Holstein und Niedersachsen werden abgewickelt, in vielen anderen Bundesländern kommen sie gar nicht erst in die Gründung.

Die daraus resultierenden Fragen sind: Wer kümmert sich nun um die Interessen der Pflegenden? Wer ist für andere Berufsgruppen und die Politik künftig der mandatierte Ansprechpartner? Wer ist neutral und zugleich so anerkannt, dass sich alle Pflegenden einer solchen Organisation wiederfinden?

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Die Politik hat darauf keine Antworten, auch weil die Berufsgruppe selbst noch danach sucht. Deshalb ist der Vorschlag aus der Nord-SPD, dass Pflegende in Regionalkonferenzen nach einer mehrheitsfähigen Linie suchen könnten, zumindest ein Anfang.

Fest steht: Derzeit weiß niemand, wie eine solche Lösung aussehen könnte. In dieser Situation sind Pflegende und Politiker besonders gefordert, nach neuen, tragfähigen Konzepten zu suchen. Vor allem sind diejenigen gefragt, die in der Vergangenheit mit viel Energie an der Demontage der Kammern mitgewirkt haben. Sie müssen nun konstruktive Vorschläge einbringen, die nicht nur Einzelinteressen bedienen.

Schreiben Sie dem Autor: gp@springer.com

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