Berufspolitik

Augenärzte im Norden lassen sich nicht entmutigen

BAD SEGEBERG (di). Die Augenärzte in Schleswig-Holstein gehen gegen die Entscheidung, ihre Anträge auf Ruhen der Zulassung abzulehnen, durch die Instanzen. Außerdem werden sie Patienten über Alternativen zur Sachleistung informieren.

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Damit reagierte der Berufsverband im Norden auf die Entscheidung des paritätisch besetzten Zulassungsausschusses, der das kollektive Ruhen von 107 augenärztlichen Zulassungen in der zweiten Märzhälfte ablehnt.

Der Berufsverband will nun zunächst den Berufungsausschuss und bei einer erneuten Ablehnung das Sozialgericht einschalten.

Die Augenärzte wollen mit der Aktion öffentlich auf das nach ihrer Ansicht zu knapp bemessene Regelleistungsvolumen aufmerksam machen. Nach ihrer Einschätzung reicht das dafür zur Verfügung gestellte Honorar nur für acht bis zehn Wochen pro Quartal. In der zweiten Märzhälfte wollen sie deshalb "angemessen auf die dann verbrauchte Behandlungsmenge reagieren". Die Aufklärung der Patienten soll aber im zulässigen Rahmen erfolgen. Wie dies geschehen soll, ließ der Verband offen. Fest steht aber, dass die Augenärzte die Linie der Kassenärztlichen Vereinigung, über Alternativen zum Sachleistungssystem zu diskutieren, unterstützen.

Schon in der Vergangenheit hatten Patienten im Norden zum Teil Probleme, kurzfristig einen Termin bei einem Augenarzt zu bekommen. Wenn die Politik die Forderungen nach angemessener Honorierung nicht umsetzt, erwartet der Verband eine weitere Anspannung bei den Terminen. "Dann wird sich die Versorgung ausdünnen und das im gesamten Jahr spürbar bleiben", teilte der Verband mit. Zugleich kündigten die Augenärzte an, den bevorstehenden Bundestagswahlkampf "aktiv mitzugestalten".

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