Bündnis in Sachsen übt Kritik am Fonds

DRESDEN (tra). Der Gesundheitsfonds stellt nach Ansicht des Bündnis Gesundheit 2000 im Freistaat Sachsen einen nichttragfähigen Kompromiss zwischen Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie dar.

Veröffentlicht:

Das Aktionsbündnis aus 36 Berufsverbänden, Vereinen, Körperschaften und Patientenvertretern spricht sich gegen den Start des Fonds zu Beginn des kommenden Jahres aus. Durch den Gesundheitsfonds werde der freie Zugang der Patienten zu ihren Ärzten beschnitten, die freiberufliche Verantwortung der Haus- und Fachärzte für ihre Patienten eingeschränkt und die ambulante und klinische Versorgung gefährdet, heißt es. Das Gesetz berühre Patientenrechte sowie Versorgungsstrukturen bei Kostenträgern und Heilberufen.

Der Gesundheitsfonds sehe eine zentralistische Finanzierung und Steuerung der gesetzlichen Krankenversicherung vor, beanstanden die Bündnisteilnehmer. Die im Fonds zu erwartenden Mehreinnahmen würden "mit Sicherheit" für neue Bürokratie aufgebraucht. Eine Anhebung der ärztlichen Honorare werde dann nicht möglich sein. Der bereits manifeste Ärztemangel in Sachsen lasse sich damit nicht wirksam bekämpfen.

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Jahrestagung Amerikanische Neurologen

Eine Frage der Entropie: Wie Psychedelika bei Depressionen wirken

Großes Reformpuzzle

So will Lauterbach den Krankenhaus-Sektor umbauen

Lesetipps
Ulrike Elsner

© Rolf Schulten

Interview

vdek-Chefin Elsner: „Es werden munter weiter Lasten auf die GKV verlagert!“