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Gesundheit als Schulfach!?

DAK-Studie: Neun von zehn Schulkinder ohne ausreichende Gesundheitskompetenz

Das Gros der Bundesbürger hat große Schwierigkeiten im Umgang mit gesundheitsrelevanten Informationen. Das fängt schon im Kindes- und Jugendalter an, wie das aktuelle Präventionsradar der DAK-Gesundheit zeigt.

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Schulranzen stehen vor einem Klassenzimmer.

Blick in ein Klassenzimmer: Eine Studie beklagt mangelnde Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Dabei sind drei Viertel der jüngeren Menschen offen für Gesundheitsbildung.

© Arne Dedert/dpa

Berlin. Gesundheitskompetenz – oft auch als „Health Literacy“ bezeichnet – meint gemeinhin das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit von Menschen, gesundheitsrelevante Informationen nicht nur zu finden und zu verstehen, sondern diese auch zu bewerten und im Alltag anzuwenden.

Ein aktueller Präventionsradar der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt allerdings: Neun von zehn Schulkindern verfügen noch nicht über eine ausreichende Gesundheitskompetenz. Heißt: Sie benötigen Anreize, um sich für Gesundheitsthemen überhaupt zu interessieren. Zudem benötigen sie Unterstützung dabei, das nötige Grundwissen in Sachen Gesundheit aufzubauen, sowie das Rüstzeug, Informationen aus dem Internet kritisch einzuordnen.

Sich Gesundheitswissen anzueignen, lohnt sich. Laut DAK-Radar geht es Kindern und Jugendlichen mit ausgeprägter Gesundheitskompetenz nachweislich besser als jenen, die hier patzen. Das Risiko für „vermindertes Wohlbefinden“ etwa, schreibt die Krankenkasse, liege in letzterer Gruppe um ein Viertel niedriger (27 Prozent).

„Muss fester Bestandteil von Bildung sein“

Für den Präventionsradar der DAK befragte das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung mehr als 30.000 Schulkinder der Klassen fünf bis zehn aus 15 Bundesländern. Der Präventionsradar ergänze damit die aktuelle PISA-Debatte um Gesundheitsaspekte von Schülerinnen und Schülern, so die Kasse.

DAK-Chef Andreas Storm rät angesichts der Ergebnisse dazu, Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen stärker zu fördern und Gesundheit als einen „festen Bestandteil von Bildung“ zu begreifen.

Das zielt auch auf die Debatte um ein Schulfach „Gesundheit“ ab. Laut Präventionsradar zeigen sich Kinder und Jugendliche offen für diesen Vorschlag. Knapp drei Viertel befürworten die Idee. Gut ein Viertel (28 Prozent) stuft sie sogar als „sehr gut“ ein. (hom)

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