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Gesundheitsinformationen

RKI: Gesundheitskompetenz ist in Deutschland gering ausgeprägt

80 Prozent der Bevölkerung verfügen über eine geringe Gesundheitskompetenz. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, Strukturen auf den Prüfstand zu stellen – und weniger bei individuellen Fähigkeiten anzusetzen.

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Mehr Fragen als Antworten: Um die Gesundheitskompetenz der Deutschen ist es nicht sonderlich gut bestellt.

Mehr Fragen als Antworten: Um die Gesundheitskompetenz der Deutschen ist es nicht sonderlich gut bestellt.

© ferlistockphoto / Getty Images / iStock

Berlin. Über 80 Prozent der Deutschen verfügen über eine geringe Gesundheitskompetenz (81,3 Prozent Frauen / 81 Prozent Männer). Das sind Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024 des Robert Koch-Instituts (RKI), die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

Im Altersverlauf nimmt der Anteil der Frauen mit geringer Gesundheitskompetenz (GK) bis zur Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen tendenziell ab, während bei Männern dieser Trend derart nicht zu beobachten sei, heißt es.

Menschen mit einem hohen Bildungsgrad weisen bei beiden Geschlechtern den niedrigsten Anteil an geringer GK auf.

Die Ergebnisse des Panels zeigen für einen überwiegenden Teil der Bevölkerung eine geringe allgemeine Gesundheitskompetenz. Das bedeutet, die Menschen berichten über Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen im Hinblick auf unterschiedliche Anforderungen in ganz verschiedenen Lebenssituationen, die persönliche Gesundheitsentscheidungen und ihre Gesundheit betreffen.

Erheblicher Handlungsbedarf

Die Forscherinnen und Forscher sehen erheblichen Handlungsbedarf: Dabei sind geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf Alter und Bildung zu berücksichtigen. Eine zentrale Rolle haben das Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssystem mit ihren zahlreichen Organisationen, da sie Angebote und Strukturen gestalten, die Gesundheitskompetenz ermöglichen.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb weniger Individuen zu adressieren, sondern den Fokus auf gesellschaftliche Werte, Organisationen und politische Regelungen zu legen, die die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung maßgeblich beeinflussen.

Bei der Interpretation der Ergebnisse sei zu beachten, dass die Erfassung der Gesundheitskompetenz unter Verwendung eines Selbsteinschätzungsinstruments erfolgte, so dass Effekte sozialer Erwünschtheit nicht ausgeschlossen werden könnten, betont das RKI. (kaha)

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