Krankenkassen

Diabetes-DMP mit positiven Effekten

HEIDELBERG (mm). Patienten mit Typ-2-Diabetes profitieren, wenn sie bei einem DMP eingeschrieben sind. "Sie nehmen in der Hausarztpraxis eine bessere Versorgung wahr", sagt Professor Joachim Szecsenyi, Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Uniklinikum Heidelberg.

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Die Untersuchung des Fußes ist Bestandteil der meisten DMP-Diabetes-Verträge.

Die Untersuchung des Fußes ist Bestandteil der meisten DMP-Diabetes-Verträge.

© Foto: Klaro

Bei einer Studie seiner Abteilung im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hätten sich die befragten DMP-Patienten mit dem Ablauf und der Organisation ihrer Behandlung deutlich zufriedener gezeigt, als Patienten in der Regelversorgung.

"Beispielsweise wurden DMP-Patienten nach eigenen Aussagen von ihrem Arzt häufiger nach ihren Vorstellungen bei der Gestaltung des Behandlungsplans gefragt, sie wurden häufiger darin unterstützt, sich konkrete Ziele in Bezug auf ihr Essverhalten oder sportliche Aktivitäten zu setzen und es wurde ihnen häufiger erklärt, wie sie in schwierigen Phasen mit ihrer Erkrankung umgehen können", so Szecsenyi.

Die genauen Ergebnisse der sogenannten ELSID-Studie (Evaluation of a Large Scale Implementation of Disease Management Programmes) kündigte er für Ende 2008 an.

In der ELSID-Studie werden derzeit unter anderem Daten von 7800 Diabetikern, die in ein DMP eingeschrieben sind und in 74 Hausarztpraxen in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt betreut werden, ausgewertet.

Ziel der Studie von AOK und den Heidelberger Medizinern ist es, die Behandlungsergebnisse eines DMP im Vergleich zur Routinetherapie zu vergleichen. Dazu wird unter anderem die Versorgung im DMP mit den Daten von 12 800 Diabetikern aus 400 Praxen verglichen, die nicht am Programm teilnehmen.

Um die genaue Sichtweise der Patienten zu erfassen, befragten die Heidelberger Wissenschaftler zudem in einer Teilstichprobe 865 DMP-Teilnehmer und 534 Nicht-DMP-Teilnehmer unter anderem nach dem persönlichen Erleben der Versorgungsqualität. Die Ergebnisse wurden in einer Punkteskala von 1-5 zusammengefasst. "DMP-Teilnehmer schätzten mit 3,21 von 5 möglichen Punkten die Behandlung signifikant besser ein als Nicht-DMP-Teilnehmer (2,86 Punkte)", so Szecsenyi.

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