Finanzergebnis für das erste Quartal

Ersatzkassen rauschen ins Minus

Die Ersatzkassen haben im ersten Quartal dieses Jahres ein Defizit von 151 Millionen Euro eingefahren. Das geht aus vorläufigen Rechnungsergebnissen des vdek hervor.

Veröffentlicht:
Finanzsituation bei den Ersatzkassen: "Die Zeit der Überschüsse in der GKV geht vorbei", kommentierte die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner die Zahlen.

Finanzsituation bei den Ersatzkassen: "Die Zeit der Überschüsse in der GKV geht vorbei", kommentierte die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner die Zahlen.

© xxxx_3D / Fotolia

BERLIN. Defizit in der Kasse der Ersatzkassen: Im ersten Quartal des Vorjahres konnten die sechs Kassen mit zusammen rund 28 Millionen GKV-Versicherten noch einen Überschuss von 122 Millionen Euro verbuchen. Jetzt steht ein Defizit vo 151 Millionen Euro zu Buche.

Gründe für das Defizit seien zum einen die gesunkenen Zusatzbeiträge bei der Techniker Kasse sowie der hkk zum Jahresanfang. Zum anderen registriert der Ersatzkassenverband aber auch stark gestiegene Leistungsausgaben von 4,8 Prozent je Versicherten. Die Einnahmen nahmen im gleichen Zeitraum dagegen nur um 3,6 Prozent zu.

„Die Zeit der Überschüsse in der GKV geht vorbei“, kommentierte die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner die Zahlen auf Anfrage der „Ärzte Zeitung“. Zudem würden kostenintensive Gesetze wie das Pflegepersonalstärkungsgesetz und das jüngst in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) erst im Laufe des Jahres ihre Finanzwirkung entfalten.

Der Wettbewerbsdruck in der GKV werde sich weiter erhöhen. „Umso wichtiger ist es, dass nun wirklich faire Wettbewerbsbedingungen hergestellt werden“, so Elsner. Sie drängte darauf, dass die Koalition im geplanten „Faire-Kassenwahl-Gesetz“ die Reform des Morbi-RSA wie im Entwurf vorgesehen umsetzt. Besonders umstritten ist die geplante bundesweite Öffnung der AOKen inklusive einer einheitlichen Aufsicht über alle Kassen. (fst)

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Aktueller WIdOMonitor

Wer zu Hause pflegt, tritt oft beruflich kürzer

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Finanzierung der Telematikinfrastruktur

Streit um TI-Pauschale: KBV zieht Eilantrag zurück

Lesetipps
Mehrkosten für die Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung seien Investition in den Erhalt der Praxen, betont Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. 

© Michael Kappeler / dpa

Kabinett winkt GVSG durch

Lauterbach macht Hausarztpraxen Mut: „Jede Leistung wird bezahlt“

Brücke zwischen zwei Steilklippen. Auf der Brücke stehen zwei Menschen.

© Usman / stock.adobe.com

Aktuelle Forschung

Antikörper – die Verkuppler der Krebsmedizin

Heiße Nächte können nicht nur nervig sein. Sie gehen auch mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle einher, so das Ergebnis einer Studie aus München und Augsburg.

© samuel / stock.adobe.com

Studie mit Daten zu 11.000 Schlaganfällen

Tropische Nächte sind offenbar ein Risikofaktor für Schlaganfälle