Rheinland-Pfalz

Honorarzuwachs von 4,8 Prozent

Weil die Zahl der Behandlungsfälle gesunken ist, haben die Allgemeinärzte in Rheinland-Pfalz im ersten Quartal einen Honorarzuwachs verbuchen können.

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MAINZ. Für die Hausärzte in Rheinland-Pfalz hat es im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum ersten Quartel des Vorjahres einen Gesamthonorarzuwachs von 4,8 Prozent gegeben. Das berichtete die KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Sigrid Ultes-Kaiser auf der Vertreterversammlung am Mittwoch in Mainz. Grund dafür ist, dass die Zahl der Behandlungsfälle um 1,7 Prozent leicht zurückgegangen sind und dadurch der Fallwert um 6,6 Prozent deutlich gestiegen ist.

Auch bei fast allen Facharztgruppen sind die Honorare gewachsen, Ausnahme sind die Chirurgen (minus 0,5 Prozent) und die Hautärzte (minus 3,1 Prozent).

Wie Ultes-Kaiser erläuterte, könne der Rückgang mit einer eventuellen Sättingung des Hautkrebsscreenings zusammenhängen.

Bei der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) stieg das Honorar für Allgemeinärzte um glatt 4 Prozent, bei den extrabüdgetären Leistungen um 9,1 Prozent.

Auch zur neuen Bereitschaftsdienstordnung und der flächendeckenden, ganzwöchigen Öffnung der Notdienstzentralen nahm Ultes-Kaiser bei der jüngsten VV Stellung. Die Reform sei "sehr erfolgreich" gewesen, so die KV-Chefin. Die Bereitschaftsdienstreform wird seit 2009 immer wieder hart kritisiert; auch zuletzt war eine Klage aus dem Ort Kandel wieder Gegenstand der Medienberichterstattung. Besonders empört sei sie über eine Ärztin, die anonym in einem TV-Beitrag berichtete, sie traue sich nicht, ihr Gesicht zu zeigen, da sie sonst Repressalien der KV Rheinland-Pfalz zu erwarten habe. "Das geht in meinen Augen zu weit!", so Ultes-Kaiser.

Zum Thema Portalpraxen sagte sie, ob und wie diese sich in Rheinland-Pfalz entwickeln werden, darüber denke man in der KV noch nach. Aktuell liefen Gespräche mit der rheinland-pfälzischen Krankenhausgesellschaft über einen kombinierten Bereitschaftsdienst. (aze)

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