Ab nächster Woche

In diesen Hamburger Straßen dürfen Diesel nicht mehr fahren

Als erste deutsche Stadt führt Hamburg Dieselfahrverbote ein. Das BVG hatte solche Verbote für möglich geurteilt; die Hansestadt sperrt ab Mitte nächster Woche Straßen.

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Ein Fahrverbotsschild für Lastwagen mit Diesel-Motor bis Euro 5 wird an der Zufahrt zur Hamburger Stresemannstraße aufgehängt.

Ein Fahrverbotsschild für Lastwagen mit Diesel-Motor bis Euro 5 wird an der Zufahrt zur Hamburger Stresemannstraße aufgehängt.

© Daniel Bockwoldt / dpa / picture alliance

HAMBURG. Die bundesweit ersten Diesel-Fahrverbote wegen zu schlechter Luft sollen am Donnerstag kommender Woche in Hamburg in Kraft treten. Wie die Umweltbehörde der Hansestadt am Mittwoch ankündigte, ist vom 31. Mai an eine Sperrung zweier Straßenabschnitte für ältere Dieselautos und Lastwagen geplant.

Betroffen sind alle Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro-6 erfüllen. Die Durchfahrtsbeschränkungen gelten für zwei Straßenabschnitte im Stadtteil Altona-Nord. Seit der vergangenen Woche waren bereits Umleitungs- und Verbotsschilder an den betroffenen Abschnitten angebracht worden.

Der Termin für das Inkrafttreten des Verbots hatte sich verzögert. Zunächst mussten die schriftlichen Begründungen des Bundesverwaltungsgerichts zu dessen Grundsatzurteilen vom Februar von den Hamburger Behörden ausgewertet werden. Das Gericht hatte darin Fahrverbote grundsätzlich für zulässig erachtet, um die Belastung der Luft mit Stickoxiden zu verringern.

Laut dem Hamburger Luftreinhalteplan soll nun ein 580 Meter langer Teil der Max-Brauer-Allee für Dieselfahrzeuge gesperrt werden, die nicht die moderne Abgasnorm Euro-6 erfüllen. Das Gericht erklärt in seiner Urteilsbegründung, dass eine solche Beschränkung für einen Streckenabschnitt durchaus verhältnismäßig ist.

264.406 Diesel-Autos in Hamburg

Dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zufolge waren in Hamburg zum Jahresanfang insgesamt 264.406 Diesel-Pkw zugelassen. Davon erfüllten 96.356 Wagen die sauberste Euro-6-Norm, 80 803 die Euro-5-Norm, die anderen Euro-4 und schlechter. Betroffen sind von dem Fahrverbot in der Max-Brauer-Allee somit gut 168.000 Hamburger Pkw sowie alle anderen Diesel aus Deutschland und dem Ausland, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen und nach Hamburg einfahren.

Ebenfalls unter ein Fahrverbot fällt ein rund 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Stresemannstraße. Dieser soll aber nur für ältere Diesel-Lkw gesperrt werden, nicht für Pkw. Ausgenommen sind zudem Rettungsfahrzeuge, Anwohner und deren Besucher, Müllwagen, Lieferfahrzeuge und Taxis, sofern sie Passagiere aufnehmen oder absetzen. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: Saubere Luft: Diesel-Fahrverbot in Hamburg trifft auch Ärzte und Patienten

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Carsten Windt

grüner Aktionismus

1. Der Verkehr geht dann durch die Nebenstrassen
2. Max-Brauer-Alle und Streesemannstrasse liegen im direkten Bereich zum Hafen, der nach eigenen Aussagen der Grünen bzw. des grünen Umweltsenators einen überproportionalen Anteil an der NOx Belastung darstellt
3. Die Ausnahmen sind so vielfältig, dass die Werte nicht signifikant gesenkt werden können

Ergo:
Man will von Seiten Grüner Ökoterroristen nur beweisen, dass die Regelung nichts bringt und nach Möglichkeit den gesamten Strassenverkehr verbieten.


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