Bayern

Jeder Zweite will eine Pflegekammer

Die Hälfte aller bayerischen Pflegekräfte wünscht sich eine eigene Kammer, mehr als ein Drittel stimmt aber auch dagegen.

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MÜNCHEN. Bei einer repräsentativen Befragung unter Pflegekräften in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen, Pflegeheimen und der ambulanten Pflege zur Einrichtung einer Pflegekammer in Bayern haben sich 50 Prozent der insgesamt 1118 Befragten für eine Pflegekammer ausgesprochen. 34 Prozent lehnen eine Verkammerung ab, 16 Prozent machten keine Angaben oder wollten sich nicht festlegen.

Bayerns Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) wertete das Ergebnis als Befürwortung für die Einrichtung einer Pflegekammer. Das Votum zeige in Richtung Pflegekammer, erklärte Huml.

Der Gründung einer Pflegekammer stehe jetzt nichts mehr im Weg, teilte Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe, mit. "Künftig sollen nicht mehr andere entscheiden, was gut für die Pflege ist. Die Pflegenden wollen ihren Beruf, den sie selbst am besten beurteilen können, in eigener Verantwortung regeln", erklärte Biederbeck.

Im nächsten Schritt müsse jetzt zügig das bereits seit zwei Jahren vorliegende Kammergesetz vom Landtag verabschiedet werden. (sto)

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