Saarland

Kammer besorgt über Ruf bei Studenten

Kammerchef Mischo treibt um, dass das Saarland bei Medizinstudierenden wenig beliebt ist.

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SAARBRÜCKEN. Der Präsident der saarländischen Ärztekammer, Dr. Josef Mischo, hat gefordert, die Zulassungsbedingungen zum Medizinstudium zu ändern.

"Wir dürfen uns nicht nur auf die Abiturnote verlassen", sagte Mischo beim Neujahrsempfang der saarländischen Ärzteschaft in Saarbrücken.

Grundvoraussetzung für den Arztberuf seien auch soziale Kompetenz und die Bereitschaft, sich dem Patienten in seiner Gesamtheit zu widmen - sich zum Beispiel auch um die psychosozialen Bedingungen zu kümmern.

Große Sorge bereitet den Medizinern an der Saar nach wie vor der sich abzeichnende Ärztemangel. Kammer-Präsident Mischo verwies in seiner Rede auf eine Umfrage, nach der bei Medizin-Studenten kaum ein Bundesland so unbeliebt ist wie das Saarland.

Nur Sachsen-Anhalt habe noch schlechter abgeschnitten. Zudem plane nach einer weiteren Befragung des Marburger Bundes nur noch ein Drittel der jungen Klinikärzte, später im ambulanten Bereich zu arbeiten.

Um attraktiver für junge Ärzte zu werden, müssen nach Mischos Ansicht die Rahmenbedingungen verbessert werden.

Konkret nannte er die Unterstützung junger Familien, um Beruf und Familie vereinbaren zu können, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten und die verstärkte Einbindung nichtärztlicher Mitarbeiter. (kin)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Wolfgang P. Bayerl

das "Psychosoziale" ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die der Arzt nicht alleine lösen kann,

liebe Gesellschaft.
Man hat bei der permanenten Wiederholung dieses sicherlich nicht unwichtigen Aspekten oft das dumpfe Gefühl, das das als Ersatz der eigentlichen medizinischen Möglichkeiten gemeint ist.


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