Berufspolitik

Kein Mandat für andere Berufsverbände

KÖLN (iss). Die Kinder- und Jugendärzte in Nordrhein werden anderen Berufsverbänden kein Mandat zu Verhandlungen über Hausarztverträge erteilen. "Wir halten an unserer Selbstständigkeit und Autonomie fest", sagt der Sprecher des nordrheinischen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Dr. Hermann-Josef Kahl.

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Entscheidend sei, dass Verträge mit den Krankenkassen die Qualität der Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten, sagt Kahl. Es sei nicht akzeptabel, dass andere Fachgruppen versuchen, ohne besondere Qualitätsnachweise etwa Vorsorgeuntersuchungen für diese Patientengruppe übernehmen zu können.

Die Hausärzteverträge mit der AOK in Baden-Württemberg und Bayern dienen den Kinder- und Jugendärzten als mahnendes Beispiel. Die Hausärzte versuchten dort über die "unfairen" Verträge, Patienten aus den Kinder- und Jugendarztpraxen in Hausarztpraxen zu lotsen, kritisiert der Landesverbandsvorsitzende Dr. Thomas Fischbach.

In Nordrhein-Westfalen werden die Kinder- und Jugendärzte sich das nicht gefallen lassen, kündigt er an. "Wir werden keinen einzigen Hausarztvertrag akzeptieren, der unseren Interessen und denen unserer Patienten schadet."

Stattdessen setze der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auf eigene, pädiatriezentrierte Verträge mit den bundesweit tätigen Krankenkassen, sagt Fischbach. Dazu gebe es bereits erste positive Signale.

"Wir sind daher guter Hoffnung, dass wir als Fachgruppe Verträge abschließen werden, die die optimale medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen durch Kinder- und Jugendärzte sicherstellen und die uns die dafür angemessene Honorierung garantieren", erläuterte der Landeschef.

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