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Nordrhein-Westfalen

Kein Schulgeld mehr für Gesundheitsberufe in NRW

Seit Jahresbeginn herrscht vollständige Schulgeldfreiheit in NRW. Gesundheitsminister Laumann wollte nicht länger auf eine Bundesregelung warten.

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Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen gibt es seit dem 1. Januar dieses Jahres eine vollständige Schulgeldfreiheit bei der Ausbildung in Gesundheitsfachberufen. Das Land übernimmt rückwirkend zum Jahresanfang das von den Ausbildungsstätten erhobene Schulgeld zu 100 Prozent und stellt damit rund 43,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Von der Maßnahme profitieren rund 8400 Auszubildende in den Bereichen Ergotherapie, Logopädie, Medizinisch-technische Assistenz, Pharmazeutisch-technische Assistenz, Physiotherapie und Podologie. Den größten Anteil macht die Physiotherapie mit knapp 4900 Ausbildungsplätzen aus.

Größte Gruppe sind Physiotherapeuten

In einer alternden Gesellschaft gewinnt eine gute Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen an Bedeutung, sagt Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). „Damit sich genügend Menschen für diese Berufe entscheiden, müssen wir die Ausbildung deutlich attraktiver gestalten.“ Die vollständige Schulgeldfreiheit sei dabei ein wichtiger Schritt. Zudem beende NRW damit eine große Ungerechtigkeit. „Bei Ärzten und Apothekern bezahlt der Staat das Studium. In den Gesundheitsfachberufen müssen die Menschen ihre Ausbildung vielfach aus eigener Tasche bezahlen“, betont Laumann.

Ihn persönlich mache es sehr glücklich, dass damit in NRW jetzt Schluss sei. Zwar ist die Befreiung vom Schulgeld auch Teil des Koalitionsvertrags auf Bundesebene. NRW will die Betroffenen aber nicht länger auf eine bundesrechtliche Regelung warten lassen. Die Apothekerkammern und -verbände in Nordrhein-Westfalen haben die Entscheidung als „wichtiges Signal“ begrüßt. (iss)

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