Berufspolitik

Kinder sollen toben -  unter Anleitung

Was früher selbstverständlich war, bietet ein Hamburger Therapiezentrum als kostenpflichtige Leistung an: Bewegung und Spielen für Kinder.

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Klettern erlaubt - ein neuer Kurs will Stadtkindern Bewegungserfahrung vermitteln.

Klettern erlaubt - ein neuer Kurs will Stadtkindern Bewegungserfahrung vermitteln.

© Christian Schwier / fotolia.com

HAMBURG (di). Kinder bewegen sich zu wenig. Weil dieser Trend besonders in Großstädten Gesundheit gefährdende Ausmaße annimmt, schult ein Hamburger Therapiezentrum Stadtkinder in Bewegungserfahrung.

Klettern, herumtollen, im Freien bewegen: Kinder erfahren ihre Umwelt aktiv. Viele von ihnen können solche vor 20 Jahren selbstverständlichen Erfahrungen aber nicht mehr sammeln, weil ihnen Spiel- und Bewegungsräume in den Ballungsräumen fehlen.

Stattdessen verbringt der Nachwuchs immer Zeit vor dem Fernseher und Computer, Folgen sind zum Teil Entwicklungsstörungen, Übergewicht, Kopf- und Rückenschmerzen. Das Ambulante Therapiezentrum am Katholischen Marienkrankenhaus in Hamburg reagiert auf diese Entwicklung mit dem neuen Kurs "Bewegungserfahrung für Stadtkinder".

"Gezielte Bewegungsangebote sorgen für ein positives Körperbewusstsein und seelisches Wohlbefinden", begründet Sabine Trenkner, Leiterin des Ambulanten Therapiezentrums das neue Angebot. Dabei sollen unter anderem der Gleichgewichtssinn und die Koordination geschult werden, die Körperhaltung unterstützt und das Herz-Kreislaufsystem in Schwung gebracht werden. Turnen und Spielen in der Gruppe sollen die sozialen Kontakte sowie die motorischen und kognitiven Fähigkeiten fördern.

Zielgruppe des Therapiezentrums sind Stadtkinder zwischen vier und sechs Jahren, die von Physiotherapeuten, die sich auf Bewegung mit Kindern spezialisiert haben, in Kleingruppen angeleitet werden. Das Programm sieht eine Stunde pro Woche über insgesamt zehn Wochen vor und kostet 94 Euro.

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