Berufspolitik

Klinikum der Uni München sieht Fusion als Erfolg

Veröffentlicht:

MÜNCHEN (sto). Mit der Fusion des Klinikums Großhadern und des Klinikums Innenstadt der Universität München vor zehn Jahren ist eines der größten und leistungsfähigsten Uniklinika in Europa entstanden.

Das ist die Bilanz, die Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Vertreter des Klinikums und der Universität eine Dekade nach dem Zusammenschluss gezogen haben. Heute verfüge das Klinikum der Universität über 2322 Betten und 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen, sagte der Ärztliche Direktor Professor Burkhard Göke. Ziel sei noch mehr Interdisziplinarität und der schnelle Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis. In den Bereichen etwa der Onkologie, Neurologie, Kinder- und Jugendmedizin oder Transplantationsmedizin gebe es bereits entsprechende Angebote.

In den nächsten Jahren sollen viele klinische Einrichtungen aus der Münchner Innenstadt nach Großhadern verlegt werden, berichtete Göke. Geplant sei die Errichtung eines Mutter-Kind-Zentrums sowie von Departments für Innere Medizin und für Chirurgie in Großhadern. Um die medizinische Versorgung in der Innenstadt sicherzustellen, werde es dann dort Portalkliniken geben, erklärte Göke. Dafür sollen bis 2016 etwa 800 Millionen Euro für bauliche Investitionen ausgegeben werden.

Mit einem neuen Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, einem Comprehensive Pneumology Center, dem Münchner Transplantationszentrum zusammen mit der Technischen Universität und dem derzeit ausgeschriebenen bundesweiten Diabetes-Zentrum wolle die Universität weitere Akzente setzen, erklärte Göke.Neue Wege gehe das Klinikum auch bei der Patientenbetreuung, berichtete Pflegedirektor Peter Jacobs. Anfang Oktober wurden zwölf Serviceassistentinnen eingestellt, deren Hauptaufgabe es ist, die Hotelleistungen rund um die Themen Essen, Botengänge oder Besorgungen zu übernehmen.

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Diagnose Krebs

© Marco2811 / stock.adobe.com

Regionale Prävalenz

So häufig kommt Krebs in den einzelnen Städten und Landkreisen vor