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Krebsinzidenz bei Frauen sinkt im Osten leicht

Das Krebsregister für die ostdeutschen Länder zeigt für Frauen und Männer deutlich unterschiedliche Ergebnisse.

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Von Dirk Schnack

BERLIN. Die neuen Zahlen des Gemeinsamen Krebsregisters für die ostdeutschen Bundesländer geben Anlass zur Hoffnung: Krebsmortalität und Inzidenz sind rückläufig.

Besonders die Inzidenzrate für Frauen ist erfreulich, sie liegt rund zehn Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, für Männer im Bundestrend. Damit setzt sich der seit 2002 beobachtete leichte Rückgang bei der Inzidenz - die zuvor seit Beginn der Registrierung kontinuierlich gestiegen war - fort.

Die Frauen in Ostdeutschland stehen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt bei der Krebs-Inzidenz besser da. © Vitamin_B / Fotolia.com

Die Frauen in Ostdeutschland stehen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt bei der Krebs-Inzidenz besser da. © Vitamin_B / Fotolia.com

© Vitamin_B / Fotolia.com

Dies zeigt der aktuelle Jahresbericht 2005 bis 2006 der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Thüringen und Sachsen. Dabei sind die Erkrankungsraten in Mecklenburg-Vorpommern und im Norden Brandenburgs erhöht, während es bei den Frauen keine regionalen Unterschiede gibt.

Insgesamt erkranken in der Region jährlich rund 48 000 Männer und 41 000 Frauen an Krebs. Von 100 000 Einwohnern betrifft dies 588 Männer und 480 Frauen. Die Erkrankungsraten nehmen mit dem Alter kontinuierlich zu. Bei den 30- bis 50-Jährigen erkranken Frauen häufiger, danach gehen die Raten bei Männern deutlich in die Höhe und sind im Alter zwischen 70 und 80 Jahren doppelt so hoch wie bei den Frauen.

Grund sind die geschlechtsspezifischen Tumoren: Im jungen Erwachsenenalter führt Hodenkrebs zu einer höheren Rate bei Männern, im mittleren Alter Brustkrebs bei den Frauen. Im hohen Alter ist dann Prostatakrebs für hohe Erkrankungsraten bei Männern mit ursächlich.

Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern lassen sich beim Lungenkrebs ausmachen. Bei den Männern ist der Trend seit mehr als 20 Jahren rückläufig, bei den Frauen steigend. Jeder vierte Lungenkrebs wird heute bei einer Frau diagnostiziert, vor 20 Jahren war es jeder siebte. Bei den unter 50-Jährigen ist die Erkrankungsrate der Frauen in diesem Zeitraum um 80 Prozent gestiegen, bei Männern um 30 Prozent gesunken.

In Berlin war Lungenkrebs in den Jahren 2004 bis 2006 schon häufigste Krebstodesursache bei Frauen. "Dies zeigt, dass im Verzicht auf das Rauchen nach wie vor ein großes Potenzial zur Vermeidung von Krebserkrankungen steckt", heißt es.

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