Kommentar
Länderkampf um den besten Vertrag
Eine einfache Vergütungsstruktur, die im Wesentlichen auf Pauschalen aufbaut, das möchten der Deutsche Hausärzteverband und seine Landesverbände in den Verhandlungen mit den Krankenkassen zur hausarztzentrierten Versorgung (HZV) erreichen.
Dafür gibt es bereits zwei Muster. In Baden-Württemberg lässt sich das mit der AOK vereinbarte Vergütungssystem mit einem Blick erfassen. In Bayern tritt am 1. April ein 73b-Vertrag in Kraft, der nicht ganz so übersichtlich ist, der aber gleichwohl erkennen lässt, wohin die Entwicklung geht.
In beiden Verträgen muss sich der Hausarzt im Grundsatz nicht mehr um eine "angemessene Honorierung" kümmern, indem er Leistungsziffern mehr oder weniger sinnvoll aneinanderreiht. Die Pauschalen geben ihm nicht nur die Möglichkeit, sich wieder mehr auf die Behandlung seiner Patienten zu konzentrieren. Sie eröffnen auch Freiräume für notwendige strukturelle Verbesserungen in Versorgungsabläufen.
Gleichwohl weisen beide Hausarztverträge Unterschiede auf, die in erster Linie auf regionale Besonderheiten zurückzuführen sind. Das ist sinnvoll und hat seine Berechtigung. Der Wettkampf der Verträge wird zeigen, welche Lösungen sich als die besseren durchsetzen werden.
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